Pflanz-Junioren gleichen Finalserie gegen Atting aus

Pflanz-Junioren gleichen Finalserie gegen Atting aus

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Dass Skaterhockey kein Sport für schwache Nerven ist wurde bei Spiel 2 der Playoff Final Serie um die bayerische Meisterschaft der Junioren einmal mehr unter Beweis gestellt. Am Ende jubelten die Pflanz über den 9:8 Sieg und den Serienausgleich zum 1:1.

Doch alles der Reihe nach. Nach dem 8:13 in Spiel 1 in Atting war der Fokus der Pflanz voll auf den Beginn des Spiels gelegt, nachdem man diesen vor 3 Wochen so verschlief, dass man das Match nicht mehr drehen konnte. Viel wurde unter der Woche geredet und fokussiert, doch nach gut 8 Minuten glaubte keiner der Aktiven und Zuschauer, was er sah: Es stand ein 0:5 für Atting auf der Anzeigetafel und alle guten Vorsätze waren Makulatur. Tobi Hackl mit einem satten Schlagschuss in Überzahl konnte verkürzen und mit 1:5 ging es in die Kabine.

Nun hieß es reagieren und irgendetwas zu verändern. So wurde der heute eher glücklose Held aus der Halbfinalserie, Torwart Christian Zedelmaier, ausgewechselt und Tobi Stumpf übernahm seinen Posten.
Mut machte eine lange Überzahlphase zu Beginn des Mitteldrittels, doch zu allem Überfluss traf hier Attings Verteidiger Lermer mit seinem dritten Tagestreffer zum 1:6 und die Gastgeber waren dem Aus extrem nahe. Benjamin Eckart mit einem Handgelenkskracher in den kurzen Winkel noch in dieser Überzahl sorgte für etwas Hoffnung, diese wurde durch zwei weitere Treffer von Niklas Schauf und Felix Plötz bis zur 28. Minute weiter genährt.

Mehr und mehr schwappte das Momentum über zu den Pflanz, Tobi Hackl mit seinem zweiten Überzahltreffer noch vor der Pause sorgte für das 5:6 und nicht nur die Pflanz waren zurück im Spiel, sondern auch die Stimmung in der Pflanz-Arena.

Im letzten Drittel sollte dann ein Showdown sondersgleichen folgen. Kapitän Lukas Ittameier glich früh aus um 6:6 und als Ben Jantzen in Überzahl und der gesundheitlich etwas angeschlagene Maxim Bernhardt mit einem Kracher in den Winkel die Hausherren erstmals mit 8:6 in Führung brachten war das Spiel gedreht, gut sieben Minuten waren noch zu gehen. Doch so ganz kampflos geben sich die Wölfe aus Atting nie geschlagen, ein Treffer in Überzahl und einer im Nachsetzen sorgen für das 8:8 viereinhalb Minuten vor dem Ende.

Alles wieder auf Null, es ging hin und her. Da man über drei ausgeglichene Reihen verfügt wurde bewusst nicht auf 2 Reihen umgestellt. Und so kam es, wie es musste, die dritte Reihe und hier gerade der normalerweise nicht als Torjäger bekannte Michi Zedelmaier brachte die Halle 54 Sekunden vor dem Ende zum Beben, mit einem seiner wuchtigen Handgelenkschüsse sorgte er für das umjubelte 9:8.

Diese Führung locker zu Ende spielen? Nicht an diesem Tag, die Pflanz kassieren 33 Sekunden vor dem Ende eine Strafe wegen Ball aus dem Spielfeld schießen. Viele hatten Angst, dass wie in beiden Spielen in der Hauptrunde die Attinger wieder in der letzten Minute zuschlagen. Drei Feldspieler und Goalie Stumpf jedoch kämpften wie die Löwen und schafften es unter dem frenetischen Jubel der ca. 100 Zuschauer, sofern sie nicht aus Atting waren, den Sieg nach Hause zu fahren.

Coach Martin Eckart nach dem Spiel: „Zunächst möchte ich mich beim Gegner bedanken, der trotz der letztendlich bitteren Niederlage immer fair und am Ende anerkennend war. Mittlerweile wissen sowohl Attinger wie auch Deggendorfer, was wir aneinander haben und dass die tolle Entwicklung dieser beiden Mannschaften über Jahre hinweg auch viel mit den immer engen Duellen untereinander zu tun haben. Ich hoffe, es sind nicht zu viele Leute nach dem 1. Drittel schon heim gegangen, was meine Mannschaft heute an Moral und Qualität gezeigt hat war unbeschreiblich. Das Ganze war nur möglich, weil wir wirklich ein Team sind und zwischen uns kein Blatt Papier passt. Leidenschaft, Kampfgeist und dann auch Cleverness haben uns zurück gebracht in einem Spiel, das schon hoffnungslos verloren schien. Wir feiern jetzt den tollen Sieg und ab Montag richten wir unseren Fokus auf das entscheidende Spiel 3 am Samstag ab 15 Uhr in Atting.“

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