SSG Metten besiegt HF Scheyern mit 45:27

SSG Metten besiegt HF Scheyern mit 45:27

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Oberliga-Herren gewinnen 45:27 (20:18) gegen HF Scheyern – Damen 1 und Damen 2  spielen  Remis

Geschrieben von David Huml, Walter Steininger und Der Donauwaidler

Schützenfest in der St. Benedikt-Sporthalle

Mit einer Flut von 45 Toren haben die SSG-Handballer im Heimspiel gegen die Handballfüchse Scheyern am vergangenen Samstag einen neuen Liga-Rekord aufgestellt. Die Oberliga-Damen kamen zuhause gegen die Landesliga-Reserve des HC Donau/ Paar nicht über ein 23:23 hinaus. Für Mettens Damen II endete das Lokalderby gegen den TV Landau  vor eigenen Publikum nach kämpferischer Partie mit 19:19 ebenfalls Unentschieden.

Am vergangenen Wochenende empfing die SSG die Handballfüchse aus Scheyern in der Klosterhalle. Auch wenn die Oberbayern aus dem Landkreis Pfaffenhofen/ Ilm  zu diesem Zeitpunkt mit 0 Zählern auf dem letzten Tabellenplatz standen und das Hinspiel mit 23:32 sehr deutlich ausging, wollte das Mettner Team die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Leider gab es am Vorabend noch eine Hiobsbotschaft: Abwehrchef Patrik Sigl verletzte sich am Daumen und fällt bis auf weiteres für den Spielbetrieb aus; auch Jan Friedrich fehlte krankheitsbedingt – dennoch konnte Walter Steininger wie bereits die ganze Saison hindurch auf eine hochkarätig besetze Bank zurückgreifen.

Abwehrchef Patrik Sigl verletzte sich am Daumen

Beide Mannschaften starteten gut in die Partie; Metten versuchte seine Schnelligkeit und konditionelle Überlegenheit auszuspielen, um leichte Tore zu erzielen. Dies wussten die Handballfüchse zu Beginn der ersten Hälfte sehr gut zu verhindern – häufig wurde Metten dazu verleitet, im Angriff zu sehr quer zu gehen und nicht in die Tiefe der Abwehrreihen zu stoßen.

auf Mettner Seite machte sich zudem in der Abwehr das Fehlen von Abwehrregisseur Sigl bemerkbar: aufgrund mangelnder Absprache fühlte sich zu oft keiner verantwortlich, das Angriffsspiel der Scheyerer zu unterbrechen– harter Körperkontakt bei der Aufnahme der Angreifer fehlte in weiten Teilen. in Folge konnten die Füchse insbesondere über Halblinks und Linksaußen völlig ohne Bedrängnis abschließen. Dies führte dazu, dass Scheyern trotz Mettner Überlegenheit immer auf Schlagdistanz blieb.

Die Torgaranten Jan Matousik (mit 14 Treffern bester Schütze der Partie) und Jakob Rümmelein (konnte sich mit 10 Toren beteiligen) sorgten jedoch dafür, dass Metten zum Halbzeitpfiff mit zwei Toren führte. In der Halbzeitansprache wies Trainer Walter Steininger seine Spieler noch einmal intensiv auf die deutlich zu lasche Abwehr hin – dies galt es in Halbzeit zwei zu verbessern.

Jan Matousik: mit 14 Treffern bester Schütze der Partie

Das nahm sich das Team in Halbzeit zwei auch zu Herzen. Die Handballfüchse wurden deutlich früher attackiert und ihre Angriffe durch Stoppfouls unterbrochen – zudem wurden sie immer wieder zu technischen Fehlern, dabei insbesondere zu Fehlpässen verleitet.

Diese leichten Ballgewinne wusste die SSG zu nutzen: viele der 25 Tore der zweiten Halbzeit konnten über Tempogegenstöße erzielt werden. Schaffte es ein Scheyerer aber doch einmal zum Abschluss zu kommen, wehrte Hias Elgeti mit seiner großen Spielerfahrung einen Großteil der Bälle ab. Auch in diesem Spiel zeigte sich wieder die Qualität der gesamten Mannschaft: außer den Torhütern und dem krankheitsbedingt nicht spielenden Jan Friedrich konnte sich jeder Spieler in die Torschützenliste eintragen.

Letztendlich siegte Metten mit einer sehr souveränen zweiten Halbzeit mit 45:27 gegen die Handballfüchse. Wie bereits in den letzten Spielen lag der Schlüssel zum Erfolg auf Mettner Seite zum einen im Tempospiel, zum anderen in der guten Teamleistung

Die Spielanalyse von Cheftrainer Walter Steininger:

Vom Papier her war es erneut eine leicht lösbare Aufgabe für die SSG, doch die Gäste spielten über weite Strecken des ersten Durchgangs auf Augenhöhe mit. Metten wusste nur im Angriff zu überzeugen. Vor allem Honza Matousik und Jakob Rümmelein erwiesen sich als durchschlagskräftig und zielsicher. Doch in der Abwehr hielt man sich häufig nicht an das vorgegebene Konzept. Anstatt die Räume zuzumachen, bot man den Gästen überwiegend Begleitschutz und lud diese zu häufig zum Abschluss aus der Nahzone ein. Für die Zuschauer ein Spektakel mit reichlich Toren, aus Sicht der Verantwortlichen zu wenig, um in künftigen Begegnungen bestehen zu können.

Erst im zweiten Durchgang wurde man seiner Favoritenrolle gerecht. Eine Umstellung der Deckungsform hemmte den Spielfluss der Gäste. Zudem erwies sich Hias Elgeti als der sichere Rückhalt, der viele klare Gelegenheiten vereiteln konnte und seine Mitspieler mit perfekten Gegenstoßpässen in Szene setzen konnte. Nach dem 23:20stellte man innerhalb von 7 Minuten auf 30:22. Im weiteren Verlauf konnte man seine klare Überlegenheit auch weiter in Tore ummünzen und einen klaren Erfolg herausspielen. Erfreulich, dass sich alle eingesetzten Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Insgesamt gibt zweite Halbzeit Mut für die schwere Aufgabe in einer Woche in Eching.  

So spielte die SSG:

Tor: Hias Elgeti, Stefan Kraus, Maxi Bürger;

Feld: Květoň, Matoušik, Huml, Muhr, Gäck, M. Elgeti, Rümmelein, Primbs, Sedlmeier,

Die Tore warfen: Karel Květoň (3 Tore), Jan Matoušik (14/ davon drei verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), David Huml (5), Philipp Gäck (1), Severin Primbs (1), Vincent Muhr (3), Jakob Rümmelein (10), Florian Sedlmeier (2), Matthies Elgeti (6).

Das nächste Spiel: Samstag, 27. Januar, 16 Uhr, Auswärtsspiel gegen den SC Eching.

Eine kleine Randnotiz: Der Youngster muss bezahlen: für seinen 40. Treffer im Samstagsspiel gegen die HF Scheyern hatte Philipp Gäck nach altem Handballerbrauch der Mannschaft einen Kasten Bier zu stiften. Philipp, der obendrein am Vortag seinen 18. Geburtstag feierte, zahlte ohne zu murren.

Der Youngster muss bezahlen: für seinen 40.Treffer im Samstagsspiel gegen die HF Scheyern hatte Philipp Gäck nach altem Handballerbrauch der Mannschaft einen Kasten Bier zu stiften. Philipp, der obendrein am Vortag seinen 18. Geburtstag feierte, zahlte ohne zu murren.

SSG Metten D-Jugend männlich

SSG-Damen

Für den neuen Chef-Coach wäre es beinahe ein Einstand nach Maß gewesen. So aber konnte sich Mane Schwab als frischgebackener Oberansager der SSG-Damen über das hart erkämpfte 23:23 seiner Schützlinge im Heimspiel gegen die Landesliga-Reserve des HC Donau/Paar wenigstens ein bisserl freuen.

Ersatzgeschwächt waren die Klosterinnen in das mit Spannung erwartete Match gegangen. Immerhin wollte der heimische Anhang sehen, wie sich der „Neue“ so macht.

Gegen die wegen ihrer Körperlichkeit schwer zu spielenden Oberbayerinnen aus dem Raum Ingolstadt kämpfte sich Metten durch harte zwanzig Minuten nach einem von Lena Steininger verwandelten 7-Meter-Strafwurf zum verdienten 10:6-Vorsprung, der bis zum Pausentee auf 10:8 dahinschmolz. In der Halbzeitpause lobte Übungsleiter Schwab Einsatz und Teamgeist, forderte aber mehr Konzentration in der Defensive und eine Schippe mehr Zug zum Tor.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hielten sich Mettens Oberliga-Damen an die Ermahnungen, ließen sich aber zehn Minuten vor Schluss mehr und mehr den Schneid abkaufen. Donau/ Paar legte kurz vor Ende siegessicher zum 23:22 auf, doch Metten schaffte in einem Kraftakt durch Nina Kuen in letzter Minute den verdienten Ausgleich.

Metten schaffte in einem Kraftakt durch Nina Kuen in letzter Minute den verdienten Ausgleich.

So spielte die SSG:

Tor: Antonia Holmer, Tanja Kraus;

Feld: Gäck, Blüml, Steininger, Baumann, Achatz, Kuen, Venus, Niewöhner, Stadler.  

Die Tore warfen: Lena Steininger (2/ davon 1 verwandelter 7-Meter-Strafwurf), Paula Gäck (3), Ramona Achatz (5/1), Antonia Blüml (2), Alexandra Baumann (1), Nina Kuen (3), Alexandra Venus (7).

Das nächste Spiel: Samstag, 27. Januar, 17 Uhr, Auswärtsspiel gegen den TV Altötting.

hier gehts zu den Bildern der SSG-Damen

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