Klosterer stürzen erneut Tabellenführer
Oberliga Altbayern: SSG Metten – ASV Dachau 24:23 (10:10)
Geschrieben von Jan Friedrich
In einem Hochspannungsspiel haben die Klosterer vor einem begeistert mitgehenden Publikum den favorisierten Aufstiegskandidaten ASV Dachau knapp aber verdient mit 24:23 (Halbzeit 10:10) zu Fall gebracht. Noch eine Woche zuvor hatten sich die Oberliga-Herren beim Tabellenvorletzten TSV Schleißheim eine blamable 20:36-Klatsche eingefangen.
Nach der schwachen Leistung gegen Schleißheim stand dieses Wochenende Wiedergutmachung auf dem Plan. Doch der Gegner war kein geringerer als der ASV Dachau, welcher nach dem letztjährigen Abstieg aus der Oberliga Nord (früher: Landesliga) alles daran legt, den direkten Wiederaufstieg klar zu machen.
Metten als diesjähriger Favoritenschreck Nummer 1 wollte dies natürlich verhindern, nachdem in der Hinrunde bereits der SV Wacker Burghausen und wenige Wochen zuvor die ambitionierte SpVgg Altenerding zu Hause niedergekämpft wurden.
Chefansager Walter Steininger forderte aus diesem Grund eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche.
Die Partie gestaltete sich anfangs ausgeglichen, wobei Dachau zunächst etwas Oberwasser hatte. Nach einer Auszeit Steiningers festigte sich die Mettener Abwehr. Hier zeigte insbesondere Jungtalent Philipp Gäck eine resolute und entschlossene Abwehrarbeit, der unverhofft die beiden angeschlagenen SSG-Böhmen Jan Matoušik und Karel Květoň nacheinander im Innenblock vertreten musste.
Beide konnten an diesem Tag verletzungsbedingt nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Im Angriff haperte es allerdings noch etwas an der Chancenverwertung. Der Ausgleich zum 10:10 gelang daher erst mit dem Pausenpfiff durch einen sehenswerten Treffer von Patrik Sigl.
Steininger pushte seine Mannen nochmal in der Kabine und mahnte, in der Abwehr nicht nachzulassen und konsequenter in die Abschlüsse zu gehen. Dies gelang über weite Strecken sehr gut. Die Gastgeber setzten sich postwendend mit einem 3-Tore-Lauf ab, was den seit jeher großen Kampfgeist der ASVler etwas zu brechen schien. Vor allem Routinier Matthies Elgeti sollte wieder einen Sahnetag erwischen und steuerte neun Treffer bei.
Als Metten zwölf Minuten vor Schluss mit vier Zählern in Führung ging, wurde Dachau merklich nervös, suchte oft hastige und unkonzentrierte Abschlüsse, die entweder neben dem Tor landeten oder durch die starken Torhüter Maxi Bürger oder Stefan Kraus entschärft werden konnten.Kurz vor Spielende warfen die Amperstädter nochmal alles in die Waagschale und versuchten mit einer offensiven und aggressiven Deckung noch den Ausgleich zu erzwingen. Metten blieb allerdings cool und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit.
Die Einschätzung von Cheftrainer Walter Steininger:
Das Team zeigte nach der Schlappe in Schleißheim genau die geforderte Trotzreaktion und das obwohl mit Jan Matoušik und Karel Květoň kurzfristig zwei der wichtigsten Säulen wegbrachen. Deshalb musste jeder noch mehr Verantwortung übernehmen.
Enorm wichtig war es für uns in der Anfangsphase Schritt zu halten. Dass wir zeitweise mit drei bis vier Treffern zurückfielen lag nicht daran, dass wir unterlegen waren, sondern an unserer mangelnden Treffsicherheit. Dank unserer überragenden Deckungsarbeit gelang uns mit der Schlusssirene wieder der Ausgleich, was uns noch mehr Antrieb gab.
Im zweiten Durchgang mussten wir uns jedes Tor wirklich sehr hart erarbeiten. Vor allem wegen unserer Entschlossenheit und Einsatzbereitschaft gelang es uns, zwei bis drei Treffer vorzulegen. Der Kräfteverschleiß war enorm, aber das überragende Publikum trieb uns immer wieder an. Diese Atmosphäre ging auch nicht spurlos an den Gästen vorüber, sodass wir bis zwei Minuten vor Schluss mit drei Treffern vorne lagen. Gegen die offene Manndeckung taten wir uns schwer, konnten den verdienten Sieg aber noch über die Zeit retten.
Mit einer wirklich überragenden Teamleistung haben wir uns die zwei Punkte verdient. Somit konnten wir in dieser Saison drei Mal den Tabellenführer besiegen. Am kommenden Wochenende geht es zum SC Freising. der sich momentan in einer sehr guten Form befindet. Hoffentlich lichtet sich bis dahin unser Lazarett wieder.
So spielte die SSG:
Tor: Hias Elgeti, Stefan Kraus, Maxi Bürger;
Feld: Matoušik, Květoň, Huml, Primbs, Muhr, Simon Kraus, Gäck, Hilz, Elgeti, Sigl.
Die Tore warfen: David Huml (3), Philipp Gäck (3), Simon Kraus (2), Severin Primbs (1), Vincent Muhr (1), Matthies Elgeti (9/ davon vier verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Patrik Sigl (5).
Das nächste Spiel: Samstag, 5.April 2025, 18 Uhr, Auswärtsspiel gegen den SC en Freising.
















































