Das Hoffen und Bangen bei den SSG-Handballern beginnt

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Damen besiegen Konkurrent Altenerding – Herren scheitern in Moosburg

Geschrieben von: Der Klosterer

Spannender kann eine Handball-Saison so kurz vor Schluss nicht sein. Nach ihrem knappen, aber hochverdienten 24:23 (Halbzeit 9:10)-Sieg beim Tabellenführer SpVgg Altenerding haben die SSG-Damen noch dicke Aufstiegschancen, die SSG-Herren nach der 28:35 (18:12)-Niederlage bei der SG Moosburg hingegen nur noch die theoretische Möglichkeit zum Verbleib in der Oberliga.

Ziemlich siegessicher hatte Liga-Primus SpVgg Altenerding die hartnäckigen Verfolgerinnen von der SSG Metten empfangen, zumal die Oberbayerinnen in der Vorrunde auswärts bei den Klosterinnen beide Punkte entführen konnten. Danach folgte ein ständiger Wechsel an der Tabellenspitze – und das sollte sich am vergangenen Samstag ein für alle Mal ändern. Entsprechend aufgeheizt war die Stimmung in der Erdinger Semptsporthalle, die auch von den zahlreichen mitgereisten Mettener Fans besetzt war.

Zunächst aber hatten die beiden Schiedsrichter ihren großen Auftritt. Durch die rekordverdächtigen Zahl von zwölf gepfiffenen 7-Meter-Strafwürfen in der ersten Halbzeit verebbte jeglicher Spielfluss in der, so die Zuschauer beiderseits, keinesfalls überharten Partie. Vom Pfeifkonzert der Unparteiischen ließen sich das Team von Cheftrainer Robert Kraus nicht sonderlich beeindrucken. Vielmehr bot man von Anfang an eine starke Leistung mit viel Kampfgeist und reichlich Spaß am Spiel.

Ein ums andere Mal rannten sich die Gastgeberinnen mit ihrem Tempospiel an der grundsoliden Mettener Defensive fest. Und kam eine Erdingerin doch einmal zum Zug, war abwechselnd bei den starken Torhüterinnen Tanja Kraus und Antonia Holmer Endstation. Statt dessen spielten die Klosterinnen im Angriff Mitte von Abschnitt 1 einen drei-Tore-Vorsprung zum zeitweiligen 7:4 heraus. Doch es sollte in der Folge beim spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen bleiben.

Während des Pausentees hatte Coach nicht viel zu beanstanden und lobte vielmehr die bis dahin gezeigte, beispielhafte Mannschaftsleistung. Auch nach Wiederanpfiff ging Metten hochkonzentriert zu Werke und hielt die wütend angreifenden Erdingerinnen souverän unter Kontrolle. Die Schiris kühlten ihr Mütchen, schonten weitgehend ihre Pfeiferl und ließen dem Handball freien Lauf. Die Folge: Bis dahin trugen sich nahezu alle Klosterinnen in die Torschützenliste ein und hielten so die Konkurrenz bis zum regelkonformen letzten Pfiff, dem Abpfiff nämlich, mit dem bejubelten, hochverdienten Endergebnis von 24:23 auf Distanz.

Allerdings beginnt jetzt das Rechnen und Bangen: Metten hat bei Punktgleichheit das schlechtere Torverhältnis gegenüber Altenerding, muss daher die verbleibenden vier Spiele hoch gewinnen. Auch kommt es darauf an, wie viele Teams aus höheren Ligen absteigen und aus unteren Klassen aufsteigen. Fazit: Es richtig krachen lassen und feiern kann das „großartige und so toll aufspielende Team“, so Präse Adi Helmprecht nach dem Sieg in Erding, erst beim Saisonende am 28. März nach dem Heimspiel gegen die HSG Schwabkirchen.

erfolgreiche SSG Damen

So spielte die SSG:
Tor: Tanja Kraus, Antonia Holmer.
Feld: Gäck, A. Blüml, L. Köck, Snebli, Krizanac, Erl, Behnke, Geßl, Stadler, Schreiner, Stadler, Schmid, Hundshammer.


Die Tore warfen: Paula Gäck (1 Tor), Antonia Blüml (1), Lana Köck (4), Leni Geßl (2), Emily Snebli (1), Elena Krizanac (4/ davon 1 verwandelter 7-Meter-Strafwurf), Franziska Stadler (1), Alexandra Behnke (6/2), Anna-Maria Erl (3/2), Anna Hundeshammer (1).

Das nächste Spiel: Samstag, 28.Februar 2026, 19 Uhr, Heimspiel gegen den TSV Gaimersheim.



Den nächsten Anlauf gegen einen drohenden Abstieg in die Bezirksliga unternahmen die Mettener Bezirksoberligisten gegen den überraschend starken Aufsteiger SG Moosburg, tasteten sich zunächst vorsichtig an den Gegner heran – und kassierten wie der Blitz aus heiterem Himmel gleich in der 7. Spielminute eine Rote Karte.

Rote Karte für Patrick Sigl (SSG Metten #99)


Es erwischte wieder einmal unnötigerweise Abwehrchef Patrick Sigl, den schlaksigen Defensiv-Riesen mit den unendlich langen Armen. Die in Anatomie meist gänzlich ungeschulten Schiris kommt das so vor wie die Tentakeln eines angriffslustigen Oktopus‘. Und das ist seit Sigl anscheinend strafbar.

Ohne Patrick Sigl aber ist die Mettener Abwehr nachhaltig geschwächt. Und das machte sich gegen Moosburg sogleich bemerkbar. Die Defensive klaffte auseinander und das Kreisspiel der Isarstädter hatte freie Bahn. Der Rot-Schock dauerte an, die Klosterer erholten sich davon erst bis kurz vor dem Halbzeitpfiff. Bis dahin hatten die Oberbayern ein zünftiges Scheibenschießen aufgezogen und waren mit 18:11 in Führung gegangen. Mettens Severin Primbs gelang noch der 12. Treffer als Muntermacher zum Pausentee.

In der zweiten Hälfte startete Metten die Aufholjagd, kam durch fünf Treffer von Philipp Gäck und zweimal Jan Matoušik 20:24 in der 40. Minute heran. Dann aber schlichen sich die mittlerweile fast üblichen Unkonzentriertheiten in der SSG-Offensive ein und man kassierte obendrein unnötige Zeitstrafen. Moosburg nahm dankend an und vergrößerte den Abstand. Ein letzter 7-Meter-Treffer von Matoušik markierte in der 58. Minute den 28:35-Endstand.

Auch bei Mettens Herren beginnt jetzt die Rechnerei. Bis Saisonende sind noch vier Spiele gegen zum Teil schwere Gegner zu absolvieren. Bliebe die SSG auf dem bisherigen vorletzten 10.Platz, verlöre Tabellenschlusslicht TSV 1861 Mainburg alle ausstehenden Partien und könnte Wacker Burghausen die Oberliga Süd halten, wäre noch Licht am Horizont zu erblicken. Das scheint aber eine Unwägbarkeit zuviel zu sein – wenn da nicht die kaum auszurottende Hoffnung wäre.

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