SSG-Handballer müssen Gang in die Bezirksliga antreten

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Niederlage gegen TV Eggenfelden bedeutet den Abstieg– somit auch kein Aufstieg der Herren II

Geschrieben von Der Klosterer

Die Handballer der SSG Metten steigen nach der 25:27 (Halbzeit 11:14)-Niederlage beim TV Eggenfelden in die Bezirksliga Ost (BL) ab. Die Herren II als Zweite der Bezirksklasse Ost  können laut Reglement deshalb nicht in die BL aufsteigen. Und als künftige Oberligisten haben Mettens Damen einen klaren 40:23-Sieg gegen die HSG Straubing 2008 gelandet.

Das Hoffen auf den Verbleib der SSG-Herren in der Bezirksoberliga hat am Samstag im Rottal ein jähes Ende gefunden. Im entscheidenden Match gegen Aufsteiger TV Eggenfelden kassierten die Klosterer nach einem größtenteils knappen Kopf-an-Kopf-Rennen eine letztlich unglückliche 25:27-Niederlage. Trotz der Tatsache, dass auch bei den Eggenfeldenern das Abstiegsgespenst noch Schrecken hätte verbreiten können,  verlief die Partie zur Zufriedenheit der Unparteiischen weitgehend fair.

Wie im Hinspiel: Kampf um jeden Ball. Eggenfeldens Andreas Frank (in rot #3) gegen Martin Lehner (SSG Metten #4)

Dem enorm starken Druck, „komme was wolle“ unbedingt auf Sieg spielen zu müssen, hielt Metten fast die gesamte erste Hälfte über Stand. Nach gut elf Minuten lagen die Gäste sogar mit 5:3 in Front. Ab dem 10:9 durch Marvin Graf kamen die Hausherren besser ins Spiel und zogen kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 14:11 davon. In Abschnitt zwei behielten die Klosterer trotz erster Konzentrationsschwächen vor allem im Angriff die Nerven, obwohl Eggenfelden jetzt die Zügel anzog. In der 45. Minute zog die SSG Nutzen aus dem Überzahlspiel, als nochmals Graf den Anschlusstreffer zum 19:20 landete.

Danach aber wuchs der Druck seitens der Hausherren. Als jedoch der nach langer Verletzungspause wieder ins Team zurückgekehrte Karel Květoň  zum 23:27 traf und danach Jan Matoušik 1 ½ Minuten vor Schluss per 7-Meter-Strafwurf auf 24:27 verkürzte, keimte bei den Mettenern nochmals Hoffnung auf. Wenig später gelang wiederum Marvin Graf das 25:27. Doch der TV verwaltete geschickt seinen knappen Vorsprung bis zum Abpfiff.

Mit dieser Niederlage besteht für die SSG-Herren trotz des ausstehenden letzten Saisonspiels zuhause gegen den SC Eching keine Hoffnung mehr auf den Ligaverbleib. Mettens 1. Herrenteam  muss zum zweiten Mal nach 2016 zurück in die Bezirksliga Ost des Handballbezirks Altbayern. Für die Herren-Reserve als Vize-Meister der Bezirksklasse Ost bedeutet dies, selbst wenn sie Meister geworden wären: laut Verbandsstatuten kein Aufstieg in die Bezirksliga. Aus diesem Grund hat Technischer Leiter Martin Moartl Blüml die vorgesehenen Relegationsspiele für den Aufstieg bereits stornieren lassen.

SSG-Präse Adi Helmprecht erklärte in einer ersten Stellungnahme, der Abstieg sei vor allem deshalb bitter, weil das Team allemal Oberliga-Qualitäten habe. Den Gang in die Bezirksliga hätte es daher nicht gebraucht. „Wir wollen den schnellstmöglichen Wiederaufstieg schaffen,“ betonte Helmprecht. Er sei sicher, dass sich die sehr gute Jugendarbeit bei der SSG sehr wohl auszahlen werde.  Technischer Leiter Blüml ergänzte, die sportliche Zukunft der SSG Metten sei durch den enormen Aufwand bei der Nachwuchsförderung gesichert. „Wir können uns durch die Leistungen unserer Trainer, Betreuer und der begleitenden Elternschaft bayernweit im Handballsport messen lassen.“

So spielte die SSG:

Tor: Stefan Kraus, Maxi Bürger.

Feld: Květoň  Matoušik, Gäck, Simon Kraus, Muhr, Graf, Ludwig Hilz, Pirzer, Joachim, Primbs, Schwab, Sigl.

Die Tore warfen: Karel Květoň (1 Tor), Jan Matoušik (6/ davon fünf verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Philipp Gäck (1), Vincent Muhr (2), Ludwig Hilz (2), Marvin Graf (6), Emanuel Pirzer (1), Manuel Schwab  (2), Patrick Sigl (4).

Das nächste Spiel: Samstag, 28.März 2026, 16.30 Uhr, Heimspiel gegen den SC Eching.


SSG Damen gewinnen souverän gegen HSG Straubing 2008

Die SSG-Damen als Vize-Meister der Bezirksliga anfangs in der Auswärtspartie gegen die HSG Straubing 2008 schwer in die Gänge. Grund:  wenig Selbstvertrauen und kein klarer Plan im Angriff. Nach knapp sechs Minuten aber platzte der Knoten: Die Aufsteigerinnen in die Bezirksoberliga zogen das gewohnte temporeiche Spiel mit viel Dynamik auf. Unter Beifall des mitgereisten Anhangs – der Mettner Fanblock war zahlreicher  und vor allem vernehmbarer als das heimischen Publikum – fielen jetzt die Tore wie reife Früchte.

Wiederum sorgte die stets präsente Mettener Abwehr für schnelle und einfache Gegenstoßtore, gegen die Straubing machtlos war. Außerdem glänzte die SSG-Offensive mit starken Einzelaktionen und erfolgreich umgesetzten Spielzügen. Die Angriffsversuche der Gastgeberinnen per Rückraumaktionen wiederum verpufften regelrecht am Mettener Defensiv-Block.

Nach der 19:12-Halbzeitführung vergab das Gästeteam von Unterlauf der Donau zunächst eine Reihe gut herausgespielter Torchancen. Dann aber zeigten sich mit zunehmender Spieldauer die Vorteile des breiten Mettener Kaders: Ein durchgehend  schnelles und bewegliches Spiel war dadurch möglich. In der 49.Minute überschritten Mettens Angreiferinnen schließlich die 30-Tor-Marke und legten kurz vor Abpfiff den nächsten Zehner zum 40:23 auf.

Am nächsten Wochenende können die erfolgreichen SSG-Damen nach ihrem Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga die SSG-Herren trösten mit dem Hinweis, dass ein rascher Weg nach oben sehr wohl möglich ist.

Elena Krizanac mit 14 Treffern für die SSG Damen

So spielte die SSG:

Tor: Antonia Holmer Tanja Kraus.

Feld: Hundshammer, Gäck, A. Blüml, Snebli, Krizanac, Geßl, Erl, L.Köck, Heuer, Behnke, Stadler. 

Die Tore warfen: Paula Gäck (2 Tore), Antonia Blüml (4), Emely Snebli (1), Anna Maria Erl (2), Lana Köck (6), Leni Geßl (8/ davon 3 verwandelte 7 Meter-Strafwürfe), Elena Krizanac (14), Alexandra Behnke (1), Franziska Stadler (2).

Das nächste Spiel: Samstag, 22.März, 14.30 Uhr, Heimspiel gegen die HSG Schwabkirchen.

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