SSG-Schrumpfkader holt den Sieg in Freising 

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SSG-Herren dominieren SC beim 28:22 (16:15)-Erfolg – Florian „Flocky“ Sedlmeier und Sebastian „Air“ Klima als hocheffektive Nothelfer

Geschrieben von David Huml und Walter Steininger

Arg dezimiert, aber mit einer enormen Willensleistung entführten  Mettens Oberliga-Handballer in der vorletzten Saisonpartie auswärts beim SC Freising mit einem 28:22-Sieg (Halbzeit 16:15) beide Punkte aus der Domstadt. Chancenlos blieben hingegen die SSG-Damen im Oberliga-Match gegen den frisch gekürten Aufsteiger TG Landshut. Metten unterlag mit 29:38 (12:17) und muss nun im letzten Saisonspiel am kommenden Samstag bei HF Scheyern unbedingt gewinnen, um die Liga zu halten.

Am vergangenen Wochenende fuhr die SSG Metten zum SC Freising – das Duell ist einer der Dauerbrenner der Bezirksoberliga Altbayern, denn in der Vergangenheit handelte es sich stets um spannende Partien auf Augenhöhe. Metten rangiert nach wie vor sicher auf Platz vier der Tabelle, während der SC eine schwächere Saison zeigte und sich mit neun Siegen in 21 Spielen auf dem fünften Platz befindet.

Da das Hinspiel desaströs für den SC Freising endete (34:18), war damit zu rechnen, dass die Isarstädter auf eine Retourkutsche hofften. Die SSG reiste stark dezimiert an: Zahlreiche verletzungs- und terminbedingte Absagen machten Cheftrainer Walter Steininger zu schaffen; sogar die beiden böhmische Verstärkungen fielen an diesem Wochenende aus. Doch glücklicherweise konnte Steininger die beiden alten Recken Florian Sedlmeier und Sebastian Klima reaktivieren, die mit ihrer großen Erfahrung aufwarteten:

Sebastian Klima und Florian Sedlmeier

Wie erwartet starteten beide Teams auf Augenhöhe ins Spiel: Die SSG ließ den Ball anfangs gut laufen: Durch gezielte Pässe kamen alle Positionen frei zum Abschluss, was sich bei einer offensiv agierenden Abwehr wie der der Freisinger als besonders  essentiell erwies. Die Mettener Spieler trafen zuverlässig. Wie in den letzten Spielen auch taten sich hier besonders die beiden Außen Vincent Muhr und Simon Kraus hervor.

Simon Kraus

Doch auch der SC erwies sich insbesondere über den Rückraum als schlagkräftig. Immer wieder fanden die Freisinger die kleinen Lücken in der Mettner Abwehr, Doch Metten bewahrte einen kühlen Kopf und konnte sich bis zur 21. Minute mit 11:15 absetzen. In den folgenden Minuten vergab Die SSG allerdings ein paar 100% Chancen. Dies konnte durchaus dem etwas rutschigem Ball geschuldet sein – jedenfalls trafen die Klosterer zu häufig das Aluminium. So konnte Freising bis zum Halbzeitpfiff auf 15:16 herankommen

Nach dem Halbzeitpfiff kam Metten insbesondere über den stark aufspielenden Matthies Elgeti gut ins Spiel. Die immer offensiver werdende Abwehr der Freisinger bot Chancen –  aber auch Risiken. Matthies Elgeti wurde stellenweise manngedeckt; dies schuf Platz für seine Mitspieler. So konnten insbesondere Patrik Sigl und Florian Sedlmeier über 1-gegen-1 Aktionen Tore erzielen. 

Doch auch technische Fehler nahmen zu: Immer wieder kam es zu leichten Ballverlusten. Doch neben dem guten Rückzugsverhalten der Mettener verhinderte Hias Elegti das Schlimmste – er fischte einen freien Abschluss der Freisinger nach dem anderen heraus. Freising erzielte in den letzten 10 Minuten kein einziges Tor mehr: Metten hingegen blieb konsequent und siegte verdient mit 22:28.


Matthias „Hias“ Elgeti (Tormann SSG Metten)

Die Einschätzungen von Cheftrainer Walter Steininger:

Die Ausgangslage war alles andere als vielversprechend, denn am Vorabend hatten wir nur sechs Feldspieler auf dem Zettel. Glücklicherweise sprang Basti Klima kurzfristig ein und Philipp Gäck konnte wenigstens wechselweise in Angriff oder Abwehr mitwirken, was letztlich spielentscheidend sein sollte.

Nach dem ausgeglichenen Start, in dem wir vor allem spielerisch überzeugen konnten, halfen uns dann die Paraden von Max Bürger, dass wir mit vier Treffern in Führung gehen konnten. Ab der 20. Minute ließen wir in Serie mehrere Großchancen liegen, gingen dennoch mit einem kleinen Vorsprung in die Pause, was mental enorm wichtig war.

Max Bürger

Leider zwickte das Knie von Florian Sedlmeier, sodass die zweite Hälfte mit nur einem Wechselspieler wieder zu einer Willensleistung wurde. Wie schon in der Vorwoche mussten wir uns die Möglichkeiten hart erarbeiten, blieben aber im Abschluss konsequent. In einer ausgeglichenen Begegnung waren es dann vor allem die Paraden von Hias Elgeti, die den Unterschied machten.

Ein großes Kompliment an meine Spieler, die wiederum gezeigt haben, dass wir den Ausfall wichtiger Spieler durch Einstellung und Einsatzbereitschaft kompensieren können. Jetzt können wir uns am letzten Spieltag, wenn es gegen Pfaffenhofen geht, wieder gebührend mit reichlich Leberkäse bei unseren Fans bedanken.

So spielte die SSG:

Tor: Hias Elgeti, Maxi Bürger;

Feld: Huml, Muhr, Kraus, Gäck, Sedlmeier, Elgeti, Klima, Sigl.

Die Tore warfen: David Huml (3/ davon 2 verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Simon Kraus (4), Vincent Muhr (3), Matthies Elgeti (10/ davon vier verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Florian Sedlmeier (2), Sebastian Klima (1), Patrik Sigl (5). 

Das letzte Saisonspiel: Samstag, 12.April 2025, 16.30 Uhr, Heimspiel gegen den MTV Pfaffenhofen.

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