Heimpremiere zu Saisonbeginn verpatzt: 20:21-Niederlage In schwachem Spiel gegen HSG Schwabkirchen
Geschrieben von Der Klosterer
Nach 17 Siegen und nur einer knappen Niederlage in der Bezirksliga ist das erfolgsverwöhnte Aufsteigerteam der SSG-Damen nunmehr in der Bezirksoberliga knallhart gelandet. Zum misslungenen Saisonstart auswärts bei den Handballfüchsen Scheyern gesellte sich am vergangenen Samstag eine unnötige 20:21 (Halbzeit 11:10) – Heimniederlage gegen die HSG Schwabkirchen.
Ein bisher unbekannter Begriff im Handball hat seit dem Damen-Heimspiel am vergangenen Samstag in den Sprachgebrauch der Schulsportgemeinde (SSG) Metten Eingang gefunden: „Pfostenhandball“. Paula Gäck, Team-Chronistin, hatte im Rahmen ihrer Spielbetrachtung unter der Rubrik „Chancenverwertung“ diesen Begriff kultiviert.

Im Pfostentreffen nämlich waren Mettens Oberligistinnen beim ersten Heimspiel der Saison dem Gegner HSG Schwabkirchen so hoch überlegen wie die beiden Türme der Basilika des Benediktinerklosters – also höher als haushoch. In der für die Punkteberechnung allerdings wichtigen Trefferbilanz aber hinkten die Klosterinnen mit 20:21 hinterher.
Zwar fehlte auf Seiten der Gastgeberinnen immerhin vier Leistungsträgerinnen und damit das halbe Stamm-Team, doch Interims-Coach „Moartl“ Martin Blüml brachte mit den A-Juniorinnen Amelie Pauls und Carina Heitzer fast gleichwertigen Ersatz.
Das erwartungsvolle Mettener Publikum, das auch noch nichts vom Pfostenhandball gehört, geschweige denn gesehen hatte, kam nach Spielbeginn mit dem Zählen der liegengelassenen Offensiv-Chancen auf SSG-Seite bald nicht mehr mit. Obendrein wurden auch noch alle drei gegebenen 7-Meter-Strafwürfe verworfen, was für die in dieser Disziplin sonst so sicheren Mettenerinnen einen Negativ-Rekord darstellt.
Dagegen zeigte sich die Abwehr der Gastgeberinnen standfest und brachte Schwabkirchen oft und oft an den Rand der Verzweiflung. Die Oberbayerinnen aus dem Landkreis Dachau kopierten jetzt zudem die zerfahrene Spielweise der Klosterinnen und spielten „Handball nervös.“ Zwischendurch ließen die Schützlinge von Coach Blüml ihre Klasse dann doch aufblitzen und legten kurzzeitig eine 5:2-Führung vor. So kam es für die SSG zu einem kleinen Lichtblick zur Pause. Ein 11:10-Vorsprung versüßte den Pausentee etwas.
In Abschnitt 2 hätten sich die Mettener Fans nur allzu gern breitere Handball-Tore gewünscht, die Klosterinnen blieben jedoch stur bei Scharfschüssen an die anscheinend zu eng stehenden Gehäuse-Pfosten. So konnte sich die HSG zwar mühevoll, aber mit Zählbarem auf Maximal-Distanz von drei Treffern absetzen, ehe Anna-Maria Erl kurz vor Abpfiff für die SSG auf 19:20 verkürzen konnte. Die Hoffnung auf wenigstens ein Remis machte Schwabkirchen postwendend mit dem 21:19 zunichte. Erl’s Anschlusstreffer vier Sekunden vor Schluss beendete einen für die Oberliga-Damen der SSG enttäuschenden Auftritt.























































So spielte die SSG:
Tor: Antonia Holmer, Tanja Kraus;
Feld: Hundshammer, Gäck, A.Blüml, Pauls, Heitzer, Werse, Geßl, Köck, Behnke, Schmid.
Die Tore warfen: Paula Gäck (2 Tore), Antonia Blüml (3), Amelie Pauls (2), Carina Heitzer (1), Annalena Werse (2), Lana Köck (1), Alexandra Behnke (4), Katharina Schmid (1), Anna-Maria Erl (4).
Das nächste Spiel: S0nntag, 11. Oktober, 14.30 Uhr, Auswärtsspiel gegen den SC Freising.






