Für die Bayernliga-Volleyballer des TSV 1861 Deggendorf begann die neue Saison mit einer Niederlage beim VC Eitting 09. Das Ergebnis von 0:3 (23:25, 22:25, 22:25) täuscht allerdings über den Spielverlauf hinweg. Alle drei Sätze blieben bis in die Schlussphase offen.
Die Deggendorfer gingen mit einem personell geschwächten Kader in die Partie. Seit dem Trainingslager im tschechischen Nýrsko standen Spielertrainer Sebastian Schwarz in den vergangenen drei Wochen oft nur sieben oder acht Spieler im Training zur Verfügung, darunter auch Jugendspieler. Umso bemerkenswerter war, wie gut die Mannschaft mithielt. Der ehemalige TSV-Spieler Tjerk Timmer sprang kurzfristig ein, und Johannes Schlosser überzeugte auf ungewohnter Position in der Annahme.
Auf Eittinger Seite gab Diagonalangreifer Konstantin Schmidt wie gewohnt den Ton an. Über ihn lief ein Großteil des Angriffsspiels. Dazu kam eine namhafte Verstärkung auf der Außenposition: Fabian Bergmoser, der vor wenigen Jahren noch für den ASV Dachau in der 1. Bundesliga auflief, prägte das Spiel maßgeblich. In den engen Phasen konnten die Gastgeber außerdem auf die Routine von Sebastian Burgis zurückgreifen, den man in Deggendorf noch aus gemeinsamen Drittliga-Zeiten kennt. Am Ende gab genau diese Erfahrung in den entscheidenden Momenten den Ausschlag.
Eitting hat sich gegenüber der Vorsaison zudem sichtbar weiterentwickelt und baut zunehmend junge, talentierte Spieler ein. Vor allem der junge Zuspieler stellte die Deggendorfer Abwehr mit seinem schnellen Spiel immer wieder vor Probleme.
„Ein 3:0 klingt deutlich, aber mit etwas mehr Glück wären ein oder zwei Sätze für uns drin gewesen“, sagte Schwarz nach dem Spiel. „Dieses Glück hat sich Eitting mit starken Abwehraktionen härter erarbeitet als wir.“ Den wichtigsten Ansatzpunkt für die kommenden Wochen sieht der Trainer im Aufschlag. „Uns fehlt der Aufschlagdruck. Dadurch hat der gegnerische Zuspieler zu viele Möglichkeiten, und das macht es für Block und Abwehr schwer.“ Mit der Annahme zeigte er sich dagegen weitgehend zufrieden.
Am Saisonziel ändert die Auftaktniederlage für Schwarz nichts. „Schon zum nächsten Spieltag kehrt mit Tim Hartmann ein erster Spieler zurück, der unser Spiel qualitativ sofort anheben wird“, so der Trainer. „Wenn in den nächsten Wochen auch Yanis Rubin und Alexei Kursow dazustoßen und sich in die Mannschaft integrieren, die sich gut entwickelt hat, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir ab Ende Oktober sehr schwer zu schlagen sein werden.“
Die nächste Gelegenheit für die ersten Punkte bietet sich bereits am kommenden Samstag, 10. Oktober. Dann empfängt der TSV Deggendorf um 18:30 Uhr den MTV München II zum ersten Heimspiel der Saison in der Comeniushalle.






