Auch das Niederbayern-Derby gegen Mainburg gewonnen – Damen 1 beim TSV Schleißheim ohne Chance
Geschrieben von Paula Gäck, Leonard Reizsky und Der Donauwaidler
Vor einem begeisterten Publikum haben Mettens Handballer im Niederbayern-Derby auch den Erzrivalen TSV 1861 Mainburg bezwungen und mit einem deutlichen 34:24-Erfolg die Führung in der Bezirksliga Ost auf 8:0 Punkte ausgebaut. Anders die Oberliga-Damen der SSG: In der Auswärtspartie beim TSV Schleißheim kassierten die Klosterinnen eine herbe 29:46 (15:25)-Niederlage und sind nun mit 0:8 Punkten Tabellenschlusslicht.
Wie so oft etwas verhalten gingen die Schützlinge von Cheftrainer Florian „Flo“ Sedlmeier auch in diese mit Spannung erwartete Partie. Es dauerte gut zehn Minuten, bis die Hausherren nach dem 5:5 durch Patrik Sigl auf die Tube drückten. Davor präsentierte sich vor allem die Defensiv-Formation phasenweise ungeordnet und sah einfachen Rückraumtoren der Hopfenstädter hinterher. Als Metten daraufhin von der 6:0-Abwehr (alle Mann am Kreis verteidigend) zur 5:1-Variante (1 Mann vorgezogen) wechselte, stockten die Mainburger Angriffsbemühungen rapide.

Gleichzeitig setzte die Sedlmeier-Truppe den Gegner vor allem über Tempo-Gegenstöße, eingeleitet vor allem durch den aufmerksamen SSG-Keeper Stefan Kraus, erfolgreich unter Druck. Zudem schnappten sich Mettens hochkonzentrierte Abwehrkräfte immer wieder Mainburger Fehlpässe für die Gegentor-Produktion. So kamen der TSV in der Folge auf nur noch drei Treffer. Hingegen hatte der Tabellenführer bis zum Pausenpfiff eine deutliche 18:9-Führung herausgespielt.
Nach dem Seitenwechsel begannen sich die Hopfenstädter trotz knapper Personaldecke gegen die drohende Niederlage energisch aufzubäumen, erhöhten dabei ihrerseits den Druck und setzten sich immer besser gegen die SSG-Defensive durch. Lohn der Mainburger Arbeit: 15 Tore in der zweiten Halbzeit. Dennoch geriet der Mettener Erfolg zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Garantien dafür waren die konzentrierte Mannschaftsleistung, dank derer sich fast alle Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten, und das seit Saisonbeginn gut gepflegte Tempospiel.
Am Ende stand ein verdienter, vom Mettener Anhang bejubelter 34:24-Sieg auf der Anzeigetafel. Coach Sedlmeier, der mit der Hereinnahme von Tobias Rümmelein einen Joker gezogen hatte, zeigte sich sehr zufrieden mit der „tollen Mannschaftsleistung,“ die das Niveau auch nach Einwechslungen sehr hoch gehalten habe. Stolz verwies der Übungsleiter auf das Tabellenbild, das Metten mit nunmehr 8:0 als alleinigen Spitzenreiter ausweise. Zudem könne sich das Team über das hervorragende Torverhältnis von 143:97 Treffern freuen.






















































So spielte die SSG:
Tor: Stefan Kraus, Sebastian Schreder.
Feld: Květoň, Gäck, Muhr, Weinberger, Simon Kraus, L. Hilz, Graf, Reiszky, Stoverock, Rümmelein, Hundshammer, Sigl.
Die Tore warfen: Karel Květoň (5/ davon zwei verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Philipp Gäck (5/1), Tim Weinberger (3), Matthias Stoverock (1), Simon Kraus (4), Vincent Muhr (1), Ludwig Hilz (2), Tobias Rümmelein (5), Leonard Reiszky (3), Andreas Hundshammer (1), Patrik Sigl (4).
Das nächste Spiel: Samstag, 31. Oktober, 15.00 Uhr, Auswärtsspiel gegen die SG Moosburg II.
SSG Damen:
Was bei den SSG-Herren derzeit wie am Schnürchen klappt, will den Handball-Damen in der Bezirksoberliga einfach nicht gelingen. Die Aufsteigerinnen mussten im Auswärtsspiel beim TSV Schleißheim bei München erneut eine empfindliche Niederlage einstecken. Es lag nicht so sehr am teilweise rüpelhaften Benehmen einiger Schleißheimer Zuschauer, dass die Klosterinnen selten zu ihrem Spiel fanden und eine 29:46-Schlappe (Halbzeit 25:15) einstecken mussten.
Gegen den Landesliga-Absteiger von 2025 sah es für Metten in den ersten zehn Minuten nicht schlecht aus. Die Schützlinge von Trainer Robert Kraus konnten noch gut mithalten und boten dem Tabellenfünften bis zum 10:10 durchaus Paroli. Dann aber brach die SSG ein. „Ab da war der Wurm drin,“ stellte Mettens Angreiferin Paula Gäck enttäuscht fest.
Die Gastgeberinnen hingegen zogen ein zielgenaues Tempospiel auf und nutzten die Chancen, die ihnen Metten leider zuhauf bot, gnadenlos aus. Den starken Rückraum-Werferinnen und den versierten Schleißheimer Kräften von außen hatte die Kraus-Truppe in dieser Phase kaum etwas entgegenzusetzen. Die SSG-Abwehr agierte viel zu passiv und es fehlte die nötige Abstimmung. Die Zehn-Tore-Differenz beim 15:25-Pausenstand war daher die bittere Konsequenz.
In der Kabine flehte Coach Kraus die Seinen an, doch endlich in Defensive und Angriff das antrainierte Pensum umzusetzen. Doch erneut schreckten die Klosterinnen vor der Schleißheimer Offensive zurück.

Gegen Mitte der 2. Hälfte besann sich der Tabellenletzte auf seine Qualitäten und begann Druck aufzubauen, doch dieser verpuffte in wenig ergiebigen Einzelaktionen. Metten geriet weiter ins Hintertreffen, konnte jedoch wenigstens in den letzten zehn Minuten die gewohnt gute Deckungsarbeit leisten.
Während das Spiel stets fair verlief, sorgten einige Fans am Rande für eine Reihe verbaler Entgleisungen gegenüber der SSG. Die Entschuldigung dafür nahmen die Mettenerinnen um Übungsleiter Robert Kraus letztlich an.
So spielte die SSG:
Tor: Antonia Holmer, Sarah Petersen;
Feld: Gäck, A.Blüml, Pauls, Werse, Köck, Heuer, Behnke, Koller Geßl, Hundshammer, Erl.
Die Tore warfen: Paula Gäck (3 Tore), Antonia Blüml (5), Lana Köck (5), Annalena Werse (1), Anna Hundshammer (2), Amelie Pauls (3), Alexandra Behnke (6 / davon 3 verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Miriam Heuer (2), Anna-Maria Erl (5).
Das nächste Spiel: Samstag, 7. November, 19 Uhr, Heimspiel gegen die SpVgg Altenerding.







