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SV Winzer mit starkem Auftritt im ersten Testspiel

Nach den Aufstiegsfeierlichkeiten und den ersten Trainingseinheiten ist der SV Winzer in der Testspielphase für die neue Saison angekommen. Und da hat man sich als ersten Gegner schon mal den Bezirksligisten TSV Mauth eingeladen. Wir wollen gleich mal gegen stärkere Teams spielen um uns richtig messen zu können, so Co-Trainer Andreas Eder vor dem Spiel. Jedoch waren beide Teams nicht komplett angetreten. Einige Spieler weilten noch im Urlaub, so manche plagten sich noch mit einer Verletzung rum. Was besonders auffällt in Winzer ist, die Gegebenheit, dass die komplette Mannschaft aus der näheren Umgebung stammt. Jeder mit dem man spricht, ob Verantwortlicher oder auch Zuschauer, erzählt einem, wie stolz man ist, mit so einem Team in die Kreisliga aufgestiegen zu sein.

Insgesamt vertraut man beim SV Winzer also der Aufstiegself und hat mit Thomas Häfner aus Osterhofen einen im Abwehrverbund variabel einsetzbaren Spieler dazubekommen. Er soll das Dreier-Trainergespann mit Spielertrainer Andreas Stadler und Andreas Eder komplettieren, war an diesem Abend jedoch noch nicht im Einsatz. Dazu hofft man auf allen Seiten auf die Rückkehr von Stephan Spann, der seit dem 2. Spieltag der letzten Saison verletzungsbedingt mit einem Kreuzbandriß fehlt. „Dann wären wir im Angriff noch flexibler“, so Co-Trainer Andreas Eder.

Bei sommerlichen Temperaturen haben sich zum Anpfiff nur wenige Zuschauer auf dem Sportplatz eingefunden. Aber die staunten nicht schlecht, als der SV Winzer von Anfang an das Spiel bestimmte und den TSV Mauth in die eigene Hälfte drängte. Von einem Bezirksligisten war weit und breit nichts zu sehen. Der TSV Mauth agierte nur mit unpräzisen weiten Bällen in die Spitze, in der Hoffnung, dass dort jemand steht. Ein wahrlich leicht zu durchschauendes Vorgehen für Spielertrainer Andreas Stadler und seinen Abwehrverbund. Winzer hatte klar die Oberhand, spielte offensiv, gerne über die beiden Außenbahnen.

Und bereits in der 10. Spielminute durfte Winzer jubeln, Alexander Vogl war zur Stelle, nachdem ein erster Schuss von Kevin Keller noch geblockt wurde. Er stand goldrichtig – 1:0 für den Neu-Kreisligisten.

Alexander Vogl netzt zum 1:0 ein.

Das Spiel ging in der Folge genauso weiter. Mauth haute den Ball hinten raus und bekam ihn postwendend in Form von gefährlichen Angriffen über die Außenbahn von Leon Eder oder Kevin Keller zurück. Erst in der 20. Spielminute eine erste Annäherung an das Winzerer Gehäuse von den Gästen. Ein Weitschuss von Benjamin Kilger aus 25 m geht knapp über das Tor. Der Gegenangriff der Blau-Weißen endete mit einem schön vorgetragenen Angriff der mit einer Flanke von Kevin Keller über die Abwehr auf den freistehenden Christian Falter enden sollte. Dieser nimmt an und zielt dann doch etwas zu hoch. Aber eine gelungene Aktion des SV Winzer.

Christian Falter

Sehr gefällig, was die beiden Jungspunde Eder und Keller da an den Außenbahnen abliefern. Und in der Mitte wartete noch der brandgefährliche Alexander Vogl. So auch in der 25. Spielminute, als sie Alexander Vogl freispielten und dieser komplett alleinstehend vorm Mauthner Tormann auftaucht und seelenruhig einnetzen kann. Doppelpack und 2:0 für Winzer. Und sie ließen nicht locker. Wieder zappelte wenige Minuten später der Ball im Netz, jedoch stand Kevin Keller im Abseits.

Der zweite Angriff von Mauth konnte von TM Matthias Bleier mit einer tollen Reaktion abgewehrt werden. In der 40. Spielminute der Anschlusstreffer für Mauth, diesmal war Bleier chancenlos. Kurz vor der Pause dann nochmal Vogl alleinstehend vorm Tor, scheiterte aber ebenfalls am Torhüter. Auch Tobias Sonnleitner probierte es mit einem gefährlichen Weitschuss, Mauths Tormann Mandl sollte noch der Beste seiner Farben werden. Damit sollte es in die Halbzeitpause gehen.

Mauths Bester, Tormann Michael Mandl

Winzer macht genauso weiter, Mauth sollte mit etwas veränderter Spielweise auf den Rasen zurückkommen. Sie probierten jetzt auch das Spiel über die Außenbahnen, jedoch waren die Pässe sehr ungenau und Winzer hatte in der Folge viel, ja sehr viel Platz. Schneller Vorstoß von Winzer in der 54. Minute, Patrick Zauner mit einem Drehschuß aus 16m zum 3:1 für Winzer. Kurz später ein weiter Pass von Spielertrainer Stadler in den Lauf von Alexander Vogl, der alleine auf weiter Flur, doch Mauths Tormann kann sich auszeichnen. Ab jetzt wurde es das Duell – Alexander Vogl gegen Tormann Michael Mandl.

Ganz kurios die nächste Szene, Mauth spielt mal von hinten raus und ohne große Bedrängnis spielt der Mauthner Spieler wieder zurück zum eigenen Tor. Der Ball kommt jedoch viel zu hoch zurück und geht über TM Mandl hinweg ins Netz. Selten so ein schönes Eigentor gesehen.

Jetzt war auch die kleinste Gegenwehr der Gäste gebrochen. Vogl nochmal gegen Mandl, der Tormann blieb Sieger. Aber der Ball zappelte noch einmal im Mauthner Netz, nach einem schönen Angriff durfte Patrick Zauner seinen Doppelpack feiern. In der Nachspielzeit nochmal Zauner im Strafraum, dieses mal ein Foul und Elfmeter. Alexander Vogl gegen Tormann Michael Mandl. Rechts unten und Mandl hält. Das war es dann aber auch – Winzer mit ansprechender Leistung, Mauth als Bezirksligist noch mit viel Platz nach oben.

Elfmeterkiller Michael Mandl

Wir konnten nach dem Spiel noch mit Co-Trainer Andreas Eder sprechen.

Wie ist das Fazit nach dem ersten Testspiel? Leider war das Spiel für uns jetzt nicht so aufschlussreich, denn wir hatten den TSV Mauth stärker eingeschätzt. Von unserer Seite war das Spiel in Ordnung, wir sind zufrieden mit der Leistung. Vor allem haben wir mit einer sehr jungen Mannschaft gespielt, da waren sechs Spieler mit 20 Jahren und jünger im Aufgebot. Und wir haben noch zwei Spieler eingesetzt, die noch nie im Herrenbereich gespielt haben.

Co-Trainer Andreas Eder

Kannst du uns etwas über eure Ziele erzählen? Ganz klar ist das primäre Ziel, diese junge Mannschaft, die komplett aus dem Gemeindegebiet stammt, in der Kreisliga zu etablieren. Das komplette Trainerteam ist sich einig, wir wollen schnellstmöglich die ersten Punkte einfahren, um den Blick von Beginn an nach vorne richten zu können und mit einem Abstiegskampf überhaupt nichts zu tun zu haben.

Bericht: Harry Rindler


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