Starke Deggendorfer beim Erdinger Triathlon

Rund 1000 Teilnehmer trotzen den hohen Temperaturen und bieten großen Sport

Ein heißer Tag und ein heißes Rennen ging am Sonntag, den 19. Juni zu Ende. Von fast 1000 gemeldeten Athleten*innen haben 889 Teilnehmer erfolgreich das Ziel nach einer Hitzeschlacht bei rund 37°C gesund und glücklich erreicht, so lautet das Fazit des Erdinger Stadt-Triathlons. Mit dabei auch zwei Deggendorfer Triathleten, Florian Schedlbauer (RC Avanti Viechtach) und Maxime Chiris (LV Deggendorf). Die Beiden sind mittlerweile zu Trainingspartner geworden und durften zum ersten mal gemeinsam bei einer Veranstaltung an den Start gehen. Beide absolvierten die Olympische Distanz mit 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen.

Maxime Chiris

Das Naherholungsgebiet Erding Nord und der Kronthaler Weiher waren Ausgangspunkt für die Wettkämpfe. Bei einer Wassertemperatur von 24 Grad galt es die Schwimmstrecke zu bewältigen. Flo Schedlbauer konnte mit einer Zeit von 0:23:19 und fünf Sekunden Vorsprung vor Maxime 0:23:23 das Wasser wieder verlassen.

Flo: Das Schwimmen lief jedenfalls schon mal gut an und ich konnte mich in der ersten Gruppe halten. Die Profi Anwärter des Erdinger Perspektiv Teams hatten sich schon auf den ersten Metern abgesetzt und waren nicht mehr gesehen.

Maxime: Das Schwimmen lief auch bei mir gut an und ich konnte mich mit Flo in der ersten Gruppe halten. Flo ging aber vor mir aus dem Wasser. Ich bin aber vor ihm aus der Wechselzone gefahren und freute mich schon auf das Battle auf dem Rad.

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Florian Schedlbauer knapp gefolgt von Maxime Chiris

Eine rasante Wendepunktstrecke und heiße Temperaturen von weit über 30 Grad warteten in der zweiten Disziplin – dem Radfahren, auf die Athlet:innen. Mit 1:01:33 war das Radfahren für Maxime und Flo mit 1:01:28 relativ ausgeglichen.

Flo: Auf dem Rad hatte ich 25 Watt weniger Druck als noch vor 3 Wochen zur Verfügung. Auf dem flachen Kurs versuchte ich mich daher möglichst Aero zu halten und an Trainings-Buddy Maxime irgendwie dran zu bleiben. Das machte Spaß, auch wenns manchmal hart war.

Maxime: Auf dem Rad habe ich ein gutes Gefühl gehabt und konnte 5 Plätze gut machen. Flo und ich haben ein bisschen „gespielt“ und waren die ganze Zeit mit ca. 50m Abstand. Das hat mir echt Spaß gemacht und wir haben sogar manchmal geredet. So ein Rennen hatte ich bis jetzt noch nicht. 

Mit der abschließenden Laufstrecke hinein in die Innenstadt mit dem belebten Ziel-Areal sollte das Highlight des Tages warten. Auf der Anzeigetafel sollte 0:37:54 für Flo Schedlbauer und 0:37:14 die zweitschnellste Zeit (Info: beim Laufen ist das die 6. schnellste Zeit) für Maxime in seiner Altersklasse stehen.

Flo: Der Anfang gestaltete sich zäh und Maxime war 150m weg ehe ich mich eingependelt hatte. Auf den abschließenden 10km gab er den Vorsprung auch nicht mehr ab und somit herzlichen Glückwunsch Maxime!!!

Maxime: Flo und ich sind zusammen in die Wechselzone gefahren und rausgelaufen. Nach ca. 500 Metern habe ich gesehen, dass Flo schon gut 10 Sekunden auf mich verloren hatte. Mein Pace war eher schlecht im Vergleich zu dem, was ich beim Training leisten kann, aber ich habe schnell kapiert, dass alle am Leiden waren. Nach 2,5km und der ersten Verpflegung ging es mir aber schon besser und nach 4km und der zweiten Verpflegung konnte ich ein bisschen mehr Gas geben. Dabei konnte ich bis zum Ziel noch 2 Plätze gut machen. Ich hätte an dem Tag nicht schneller laufen können, weil es einfach zu heiß war (ca. 34 Grad im Schatten). Danke Flo für diesen super Tag es war Spitze mit dir zu kämpfen! 

Mit einer Gesamtzeit von 2:05:21 wurde Maxime in der Gesamtwertung Fünfter. In seiner Altersklasse war es dann der 2. Platz.

Maxime: Ich bin mega zufrieden mit meiner Leistung und meinen Zeiten. Mein letzter Triathlon Wettkampf lag ja schon einige Zeit zurück und war der Mitteldistanz-Triathlon in Obertrum am See (Österreich) im Juli 2019, wo ich auch den 2. Platz meiner Altersklasse erreicht habe. Es tut einfach gut wieder Wettkämpfe machen zu dürfen, sich mit anderen zu messen und nicht allein seinen Wettkampf zu machen – wie ich es die letzten 3 Jahren gemacht habe. 

Ich werde in 2 Wochen (am Sonntag den 03.07) beim Challenge Roth starten und in einem Staffel die 3,8km schwimmen und am 07.08 nehme ich beim Regensburger Triathlon auf der Olympischen Distanz teil. Mal schauen, ob ich da auch meine Leistung abrufen kann. Beim Triathlon ist nämlich jeder Wettkampf anders. Ob ich noch mehr Triathlon dieses Jahr mache, weiß ich noch nicht. Es kostet schon viel Geld. 

Maxime Chiris

Flo: Nach dem enttäuschenden DNF in Ingolstadt vor 3 Wochen war die Luft schon ziemlich raus. Aber der Erdinger Stadt-Triathlon hatte die Anmeldung noch offen und so gab es hier noch einmal eine Gelegenheit ein Rennen über die Kurzdistanz ins Ziel zu bringen. Das Körpergefühl war bescheiden die letzten Tage und so war mir klar, dass ich die Leistung von Ingolstadt nicht mehr aufs Pedal bekommen würde. Aber mit Hitze komm ich klar und für den Rest sollten Erfahrung und ein starker Kopf herhalten.

Schön, dass wir lange miteinander und gegeneinander racen konnten! Der Trainingsfleiß von Maxime hat sich endlich bezahlt gemacht, so Flo Schedlbauer.

Florian Schedlbauer

Ergebnis: AK 30 männlich

  1. Sebastian Mahr (Ingolstadt) 2:01:09;
  2. Maxime Chiris(LV Deggendorf) 2:05:21;
  3. Michael Scheumaier (WSV Bad Tölz) 2:07:30

AK 40 männlich

  1. Florian Schedlbauer (RC Avanti Viechtach) 2:06:03;
  2. Pablo Herrero (MRRC München) 2:06:37;
  3. Matthias Ewender (SC 53 Landshut) 2:07:21


Gesamtsieger auf der Olympischen Distanz wurde Thomas Ott, der 22-Jährige, der seit Januar Mitglied im Team Erdinger Alkoholfrei ist.

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