SSG-Herren liefern nur 30 Minuten guten Handball in Dachau

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28:43-Auswärtspleite nach ideenloser 2. Halbzeit – Damen triumphieren mit 33:21 über SG Moosburg

Geschrieben von Leopold Hilz, Elena Joachim und Der Donauwaidler

Es hätt‘ nicht sollen sein: Eine starke erste Hälfte der SSG-Handballer in der Auswärtspartie gegen den ASV Dachau genügte nicht, um den Favoriten in arge Verlegenheit zu bringen. Mit einer deutlichen 43:28-Niederlage (Halbzeit 16:20) gings von der Amper zurück an die Donau. Dagegen setzten Mettens Damen Ihre Siegestour durch die Bezirksliga mit 33:21 (15:8) bei der SG Moosburg fort.

Ohne Tor-Garant Karel Květoň  und den zuletzt stark aufspielenden Philipp Gäck, dafür aber mit fünf Talenten aus der SSG-Nachwuchsabteilung heizten die Gäste dem Favoriten auf eigener Platte  gleich zu Spielbeginn ordentlich ein. Es schien sich eine ähnliche Energieleistung wie beim Heim-Erfolg gegen den SC Freising anzubahnen. Zudem hielt ein weiterhin in Top-Form befindlicher Keeper Stefan Kraus trotz Unterzahl den Mettener Kasten sauber, während flinke Klosterer die verblüfften Amperstädter regelrecht überrannten.

Nun aber antwortete der erwachte ASV ebenfalls mit Tempo-Handball und begann die SSG-Abwehr vor große Probleme zu stellen. Dennoch gelang es den Mannen von Chefcoach Folrian Flo Sedlmeier, der als spielender Übungsleiter wieder mal ins Geschehen eingriff, nach 16 Minuten mit 9:7 in Führung zu gehen. Danach nahm Dachau  den souverän aufspielenden Jan Matoušik an die kurze Leine.

Die Manndeckung funktionierte und der ASV fand wieder schnell Anschluss. Jetzt begann bei der SSG das Nervenkostüm zu flattern. Man ließ sich aus dem Konzept bringen, lieferte viele Ballverluste im Angriff und schwächte sich durch eine Reihe von Zeitstrafen. Die Hausherren nahmen dankend an und setzten sich bis zur Halbzeit auf 20:16 ab. Trainer Sedlmeier und sein Co Jan Friedrich appellierte an

Mettens Akteure, doch endlich mehr Konzentration und planvolleres Vorgehen aufs Dachauer Parkett zu bringen.

Die Ermahnungen sollten wirkungslos verhallen, denn die Sedlmeier-Truppe kam bei gleichbleibender Unkonzentriertheit aus der Kabine. Dachau nutzte dies gnadenlos aus und setzte sich weiter ab. Weckruf bei Metten: Man schüttelte plötzlich alle Unsicherheit ab und kämpfte sich mit klarem Plan auf drei Tore heran. Dann erneut der Leistungseinbruch:  Sechs Minuten – im Handball eine kleine Ewigkeit – blieb die SSG ohne Torerfolg. Die Hausherren aber zogen gleichzeitig mit zehn Buden auf und davon.

Der Tabellenvorletzte fand danach kein Mittel mehr, dem Aufstiegsaspiranten auf den Fersen zu bleiben. Die Klosterer mussten noch ein Dachauer Torgewitter über sich ergehen lassen und die Abreise mit einer 28:43-Klatsche antreten. Coach Sedlmeier, der sich zwar darüber freuen konnte, dass sich jeder Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnte,  weiß um den Ernst der Lage: „Wir müssen in den folgenden Spielen dringend punkten, um die Liga zu halten.“ Nächste Gelegenheit dazu bietet sich beim erneuten Auswärtsmatch, diesmal gegen Schlusslicht TSV 1861 Mainburg.

So spielte die SSG:

Tor: Stefan Kraus, Maxi Bürger.

Feld: Matoušik, Pylipp, S.Kraus, Muhr, Ludwig Hilz, Pirzer, Sedlmeier, Joachim, Weinberger, Schwab, Sigl.

Die Tore warfen: Jan Matoušik (6 Tore/ davon drei verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Simon Kraus (1), Vincent Muhr (1), Julian Pylipp (1), Tim Weinberger (1), Emanuel Pirzer (1), Ludwig Hilz (4), Florian Sedlmeier (3), Lennox Joachim (1), Mane Schwab (1), Patrik Sigl (8).

Das nächste Spiel: Samstag, 1. Februar 2026, 18 Uhr, Auswärtsspiel gegen den TSV 1861 Mainburg.


Im Fernduell bleibt alles wie gehabt: Die SSG-Damen siegen und die Konkurrentinnen von der Spielvereinigung Altenerding tun es auch. So erhöht sich von Spieltag zu Spieltag die Spannung in der Bezirksliga bezüglich Aufstieg. Ob nach dieser Saison ein oder zwei Vereine in die Oberliga aufsteigen, hängt wie immer von den Veränderungen in den oberen und den unteren Ligen ab.

Auf jeden Fall hat die SSG Metten ihre Erfolgstour am vergangenen Samstag mit dem 33:21 (15:8)-Sieg über die nicht ungefährliche SG Moosburg fortgesetzt. Gegenüber der rumpeligen Vorstellung zuhause gegen den TSV Indersdorf war es vor allem der mannschaftliche Zusammenhalt, durch den sich der Tabellenführer gut in Szene setzte. Und erneut konnte sich das SSG-Team auf seine Torfrauen, insbesondere auf die weiterhin in Bestform haltende  Tanja Kraus verlassen.

Ebenfalls auf hohem Niveau waren Mettens Angreiferinnen in Moosburg unterwegs. Fast alle Feldspielerinnen kamen auch aufgrund des fast immer gelungenen Zusammenspiels zu Torerfolgen, wobei Elena Krizanac mit insgesamt elf Treffern die Rangliste anführte. Für das Team sprach Offensiv-Akteurin Alexandra Behnke aus, was die Basis für den deutlichen Erfolg in Oberbayern ausgemacht hatte: „Unser Ziel war es, im Hinblick auf die Konkurrenz auf keinen Fall nachzulassen und das haben wir geschafft.“ Dennoch würde im Team noch genügend Steigerungspotential stecken.

Elena Krizanac (SSG Metten Damen)

Das sollten die Mettener Damen am kommenden Sonntag im nördlichen Münchner Speckgürtel verläßlich auf die Platte bringen, wenn die sechstplatzierte Reserve des TSV Schleißheim auf den Liga-Primus wartet.    

So spielte die SSG:

Tor: Tanja Kraus, Antonia Holmer.

Feld: Gäck, A. Blüml, L. Köck, Heuer, Snebli, Krizanac, Erl, Behnke, Geßl.

Die Tore warfen: Paula Gäck (2 Tore), Antonia Blüml (3), Emily Snebli (4), Elena Krizanac (11/ davon 1 verwandelter 7-Meter-Strafwurf), Franziska Stadler (1), Alexandra Behnke (5), Anna-Maria Erl (7/1).

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