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Krimi mit Happy-End: Pflanz bleiben nach Penalty-Schiessen gegen Kaarst zu Hause ungeschlagen

Am Ende lag über dem vierten Heimsieg der Pflanz in Folge eine Spur Wehmut. Nachdem das Team von Trainer Thomas Weiß nach zwanzig Minuten mit 5:1 und nach vierzig Minuten mit 11:5 in Front gelegen war, musste zum Schluss das Penalty-Schiessen entscheiden. Hier hatten die Pflanz das bessere Ende für sich. Nach drei gehaltenen Penaltys durch den starken Florian Völtl sowie Treffern von Jonas Stern und Julian Bergbauer sicherten sich die Pflanz den Sieg und damit den wichtigen Zusatzpunkt. Damit bleiben die Pflanz Tabellenzweiter.

„Wenn mir jemand vor dem Spiel die beiden Punkte angeboten hätte, hätte ich sofort zugeschlagen, zumal mit Marcel Pfänder und Matthias Schmerbeck zwei wichtige Akteure fehlten“, so Thomas Weiß mit gemischten Gefühlen: „Nach dem Spielverlauf trauere ich aber noch ein wenig dem dritten Punkt nach, den wir im Schlussdrittel aus der Hand gegeben haben.“

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Dabei war Kaarst von Beginn weg der erwartet starke Gegner gewesen. Die Pflanz waren nur in den ersten vierzig Minuten ausgesprochen kaltschnäuzig und verwerteten den Großteil ihrer Chancen, wogegen sich Kaarst beim Chancenverwerten lange Zeit schwer tat. So konnten sie im Anfangsdrittel nur den Führungstreffer von Jonas Stern zum 1:0 egalisieren. Danach trafen nur noch die Pflanz in Person von Dominik Steer, Maxim Bernhardt, Stefan Bauer und Daniel Huber. Im Mitteldrittel bauten die Pflanz die Führung auf 7:1 aus, nachdem Simon Stern und abermals Stefan Bauer getroffen hatten. Doch dann zeigten die Pflanz ein in dieser Saison allzu bekanntes Gesicht. Sie tun sich schwer, Führungen zu verwalten, machen hinten zu häufig grundlos auf und kassieren unnötige Gegentore. So kam Kaarst noch im Mittelabschnitt zu vier Treffern, die allerdings von der Pflanzoffensive mit vier Treffern beantwortet wurden (Bauer, Huber, Bergbauer, Bernhardt).

Vorbei war es dann allerdings mit dem Toreschießen im Schlussabschnitt. Fortan klebte den Pflanz das Pech am Schläger. Während auf der eigenen Seite zum Teil hundertprozentige Chancen ausgelassen wurden, kamen die Gäste Tor für Tor heran, weil sie nun ihrerseits kaltschnäuziger waren. Dabei war es noch dem starken Florian Völtl zu verdanken, dass die Dämme nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 11:11 nicht vollends zugunsten der Gäste gekippt sind. Umso unglücklicher dann die Schlussphase. Erst vergab der ansonsten bärenstarke Stefan Bauer einen Penalty zwei Minuten vor Schluss. Dann verpassten es die Pflanz bei der anschließenden Überzahl, den Sack doch noch zuzumachen.

„Das war gerade in der Schlussphase ein wilder Ritt“, so der Trainer: „Wir können und müssen hier sicher noch routinierter und flexibler werden. Aber andererseits wollen wir mutig und risikofreudig nach vorne spielen. Diese Spielphilosophie hat uns inzwischen viele Punkte eingebracht. Aber hat auch manchmal Nachteile. Wir werden weiter an der Balance zwischen unserer starken Offensive und unserer Defensive arbeiten.“

Die nächste Bewährungsprobe haben die Pflanz bereits am kommenden Samstag, wenn sie auswärts bei den favorisierten und inzwischen vollzähligen Merdingern antreten. Danach geht es am 14./15. Mai zum ersten Road Trip in Hilden und Langenfeld.

Bericht: Thomas Weiß