Metten dahoam glücklos

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SSG-Herren unterliegen SG Moosburg mit 23:33 (8:14) – Damen: knappe 28:30 (17:14) Niederlage gegen Altenerding – Siege der Reserven in Passau

Geschrieben von Peter Dermühl

Nunmehr zum fünften Mal  in dieser Saison mussten die Oberliga-Handballer der SSG Metten bei der 23:33 (Halbzeit 8:14)-Heimniederlage gegen die SG Moosburg beide Punkte abgeben. Ebenfalls einen Ausrutscher vor heimischem Publikum erlaubten sich die Bezirksliga-Damen beim 28:30 (17:14)-Flop im traditionsreichen Zweikampf mit der SpVgg Altenerding. Siegreich blieben dagegen die Reserveteams gegen die Formationen des TV Passau mit 30:20 (16:10) die Damen und mit 29:18 (15:8) die Herren.

Man kennt das nur zur Genüge: Im Training Weltmeister, aber wenn’s drauf ankommt, dann versagen alle Kräfte mitsamt den Nerven und wie von Magneten wird die Pleite unwiderstehlich angezogen. So geschehen am vergangenen Samstag in der St. Benedikt-Sporthalle zu Metten, als die SSG-Herren den bis dahin ungeschlagenen Aufsteiger SG Moosburg nach gut zwei Jahren wieder mal zu Gast hatten

Bis dahin war es außerdem ausgemachte Sache, dass Cheftrainer Flo Sedlmeier’s Truppe die Serie von vier Niederlagen in Folge  beenden wollte. So gingen die Hausherren mit der derzeit besten Formation an den Start. Doch der Auftakt misslang gründlich. Von Anfang an häuften sich technische Fehler einer Mannschaft, die in den vorzeitigen  Winterschlaf zu gehen schien. Eine ungewohnt löchrige Abwehr bot den gut organisierten Oberbayern beste Entfaltungsmöglichkeiten. Auf der Gegenseite ließ Metten eine Vielzahl von 100-prozentigen Chancen einfach liegen.  Erst in der 23. Minute mit dem von Sebastian „Air“ Klima verwandelten 7-Meter Strafwurf zum 6:10 sendeten die Klosterer allmählich Lebenszeichen.

Sebastian „Air“ Klima (SSG Metten #93)

Doch als beim Stand von 8:14 die Seiten gewechselt wurden, war bei der SSG nur mehr wenig von Wiederbelebung wahrzunehmen. Der genervte Übungsleiter Sedlmeier musste für seine Verhältnisse laut werden, um wieder Schwung ins Spiel seiner Mannen zu bringen. Das schien bei Wiederanpfiff Wirkung zu zeigen: Nach einen Doppelpack durch Philipp Gäck kam Metten auf 10:14 heran. Anschließend jedoch ließ die Sedlmeier-Truppe die Zügel erneut schleifen und konnte häufiges Überzahlspiel  nicht in Zählbares ummünzen. Selbst nachdem ein grobes Foul an Philipp Gäck mit Rot geahndet wurde und Moosburg nur noch drei Feldspieler auf der Platte hatte, brachte dies nur ein Törchen für die SSG.

Zwar feierte im letzten Drittel von Halbzeit zwei Mettens Patrick Sigl bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison mit insgesamt sieben Treffern einen gelungenen Einstand. An der insgesamt schwächsten Vorstellung der Mettener Oberliga-Herren in dieser Saison änderte das nichts, vielmehr ließen die Klosterer ein ziemlich enttäuschtes Publikum zurück.  Aufgrund des Feiertages an Allerheiligen herrscht jetzt bis zum 8. November Spielpause. Das Team von Coach Sedlmeier  hat jetzt Gelegenheit, zu der Form zurückzufinden, in der die Saison begonnen wurde.

So spielte die SSG:

Tor: Stefan Kraus, Maxi Bürger.

Feld: Květoň, Matoušik, Gäck, S.Kraus, Primbs, Muhr, L. Hilz, Pirzer, Reiszky, Schwab, Klima, Sigl.

Die Tore warfen: Karel Květoň (7 Tore/ davon ein verwandelter 7-Meter-Strafwurf), Philipp Gäck (3), Simon Kraus (1), Leonard Reizsky (1), Sebastian Klima (4/ 4), Patrick Sigl (7).

Das nächste Spiel: Samstag, 08.November, 17 Uhr, Heimspiel gegen den TSV 1861 Mainburg.



SSG Damen:

Ebenfalls in derzeitiger Bestbesetzung empfingen die Bezirksliga-Damen nach der Herren-Partie den Erzrivalen SpVgg Altenerding, der vergangene Saison zusammen mit den Klosterinnen aus der Bezirksoberliga abgestiegen war. Ein begeisterter Mettener Anhang sah das erwartete spannende Kopf-an-Kopf-Rennen, das fast die gesamte erste Hälfte hin und her wogte. Erst ab der 20 Minute konnten sich die Gastgeberinnen durch je zwei Treffer der Schwestern Lana und Thyra Köck bis auf 18:14 absetzen.  

Viel musste Cheftrainerin Elena Joachim ihren Schützlingen beim Pausentee nicht eintrichtern, denn das Team arbeitete sowohl in der Defensive, als auch im Offensivbereich sehr zufriedenstellend. Eher waren es die übereifrigen Unparteiischen, die mit vielen, teilweise unnötigen Zwei-Minuten-Zeitstrafen zusätzliche Unruhe in das durchaus leidenschaftlich geführte Match brachten.  

Abschnitt zwei begann so, wie die erste Hälfte endete: Der offene, durchaus auch faire Schlagabtausch setzte sich dort. Nur kurz erspielte sich Altenerding leichte Vorteile, die Metten umgehend egalisieren konnte. Eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen Mettens Michaela Koch deutete dann die Wende an: Die Oberbayerinnen nutzten die Unterzahl der SSG und setzten sich bis zur 54. Minute mit drei Buden auf 28:25 ab.

Doch die Klosterinnen ließen sich nicht abschütteln. In der Schlussphase waren es Thyra Köck, Anna -Maria Erl und Annalena Werse, die bis zur 58. Minute das 28:29 besorgten. Letztlich meinte es Fortuna zu gut mit Altenerding, das zehn Sekunden vor Abpfiff das 30:28 fixierte. 

Chefcoach Joachim lobte ihre SSG-Damen, die aufopfernd gekämpft und unglücklich verloren hätten. „Unser begeistertes Publikum hat ein Mettener Team gesehen, das wieder eine Einheit durch Kameradschaft und Disziplin bildet.“ Die Tabellenspitze werde alsbald zurückerobert, das sei gewiss.

So spielte die SSG:

Tor: Tanja Kraus, Antonia Holmer;

Feld: Hundshammer, Gäck, A.Blüml, Schreiner, Werse, Geßl, Erl, Koch, T.Köck, L.Köck, Behnke. 

Die Tore warfen: Paula Gäck (2 Tore), Anna-Lena Geßl (3), Thyra Köck (8), Lana Köck (2/ davon 1 verwandelter 7-Meter-Strafwurf),  Annalena Werse (3), Michaela Koch (2),  Antonia Blüml (3), Anna-Maria Erl (3/1), Alexandra Behnke (2).

Das nächste Spiel: Samstag, 08.November 15 Uhr, Heimspiel gegen den TSV Schleißheim II.

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