Elf Jugendteams am Saisonstart – Große Sorgen wegen Auswärtsfahrten,Trainer- und Betreuerfragen – erstmals Metten/Deggendorfer A-Junioren.

Metten – Anderswo leidet infolge der Corona-Pandemie der Jugend-mannschaftssport in den Vereinen oder mußte sogar eingestellt werden. Komplett anders das Bild bei der SSG Metten: Elf Jugendteams hat der Verein für die am Samstag startende Saison gemeldet, sogar zwei Teams der C-Junioren (zwölf bis 14 Jahre) kamen zustande. Mit dabei ist eine erstmals von den Mettenern und dem HC Deggendorf gemeinsam aufgestellte A-Jugendmannschaft.

Wie gut es die SSG Metten bis jetzt bei der Nachwuchsarbeit hat, zeigt ein Blick insehemalige Handball-Paradies Schleswig-Holstein. Dort mußte landesweit der komplette E-Jugend-Spielbetrieb eingestellt werden, weil kein Verein mehr Teams melden konnte. Der Mangel führte im Norden auch dazu, dass für die älteren Jahrgänge wegen des Spielermangels Ligen verkleinert wurden.

Auch in der Landeshauptstadt München samt Ballungsraum sind Vereine teilweise zum Rückzug von Jugendteams gewungen. Corona hat nach Aussagen der Verbände im Mannschaftssport vor allem das schon seit langem bestehende Personalproblem bei
Jugend-Trainern und -Betreuern noch weiter massiv verstärkt. Vor einem totalen Kollaps gerade in der Jugendarbeit warnen Vereinsvertreter mit dem weiteren Hinweis auf den rasanten Treibstoffkosten-Anstieg durch CO2-Preis
und Rohöl-Verknappung.

SSG-Präsident Adi Helmprecht befürchtet: „Unsere elf
gemeldeten Jugendmannschaften sind fast im ganzen Flächenstaat Bayern
unterwegs, das wird bei Spritpreisen von zwei Euro und darüber bald nicht mehr
möglich sein.“ Hinzu komme, dass sich immer mehr vom Ehrenamt zurückzögen
oder sich erst gar nicht dafür interessierten. Jetzt seien staatliche Instanzen und die
Gesellschaft allgemein in Sachen Ausgleich und bei generellen Lösungen dringend
gefragt. „Wir in den Vereinen – egal ob Handball, Fussball oder Turnen –leisten
Schwerstarbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Respekt
voreinander,
“machte Helmprecht deutlich.


Bei allen Bedenken und Befürchtungen ist die SSG im Klosterdorf Metten mit seinen knapp 4.500 Seelen laut Präse Helmprecht sehr stolz darauf, so viele Kinder und Jugendliche samt den Eltern für den Handballsport begeistern zu können. Technischer Leiter Martin Blüml ergänzt: „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir konnten alle unser Jugendmannschaften wieder mit guten Trainern mindestens doppelt besetzen.“

Und so sieht der Saisonstart für die Talente der Klosterer aus:

In der
übergeordneten Bezirksoberliga (ÜBOL) Südost 2 geht, wie erwähnt, erstmals ein Team der A-Junioren mit Spielern aus Metten und des HC Deggendorf auf Punktejagd und zwar in Zwiesel am kommenden Samstag um 16 Uhr gegen die HSG Bayerwald.

Ebenfalls samstags treten die B-Junioren um 15.30 Uhr in der ÜBOL Nordost gegen die JHG Regendreieck in Cham an. Dort bestreitet davor um 13.30 Uhr die 1. Mannschaft der Mettener C-Junioren ihr erstes Spiel in der ÜBOL Nordost gegen die JHG Regendreieck.

Die C2-Junioren (übergeordnete Bezirksliga Südost) sind am Samstag um 13.15 Uhr zu Gast bei der ETSV Landshut. Die C-Juniorinnen treten am gleichen Tag um 16.15 Uhr in der ÜBL Nordost 1 beim SV Obertraubling an. Zwei Sonntags-Spiele: Die D-Juniorinnen sind zum Saisonstart in der Bezirksklasse Süd (Ostbayern) um 11.30 Uhr bei der SG Regensburg und die D-
Junioren kämpfen in der Bezirksliga Ost (Ostbayern) um 11 Uhr beim ESVRegensburg um die Punkte.

Bericht: Peter Dermühl