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HCD verpennt den Start und muss sich Tabellenführer Freising geschlagen geben

HCD verpennt den Start und muss sich Tabellenführer Freising geschlagen geben

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Anfang verschlafen – Überraschung bleibt aus

„Wir können zur Zeit nur 50 Minuten Handball spielen. Das reicht am Ende oft nicht um Spiele zu gewinnen“. Mit diesem Zitat beschreibt Kapitän Valentin Lotos das vergangene Spiel gegen die HSG Freising-Neufahrn am vergangenen Samstag in der Comenius-Halle. Dieses Mal verpennt der Handballclub Deggendorf komplett die ersten zehn Spielminuten und rennt anschließend vergeblich dem Rückstand hinterher. Am Ende heißt es 27:33 für den Tabellenführer aus Freising. Zwar keineswegs eine Pflichtaufgabe gegen diesen Gegner Punkte zu holen, hier wär aber deutlich mehr drin gewesen.

Auch die Kaderplanung bereitete Coach Milan Sedivec vor dem Spiel wieder ordentlich Kopfzerbrechen. Neben Fritz Helber und Peter Gasz sagte zudem noch Abwehrstratege Michal Pich kurzfristig krankheitsbedingt ab. Somit fehlte Sedivec der komplette Mittelblock vom vorherigen Erfolg gegen Manching. Dies soll aber alles Andere als eine Ausrede sein, denn auch der restliche Kader der Deggendorfer kann auf dem Papier auch mit den Oberen der Tabelle mithalten. 

Doch leider Begann das Spiel für die Deggendorfer gefühlt nicht pünktlich um 18:00 Uhr, sondern um 18:10 Uhr. Jedoch begannen die Gäste zeitig und überrannten die Hausherren komplett. Völlig konfus agierte der HC zu Beginn, fand keinerlei Zugang ins Spiel. Ein technischer Fehler nach dem Anderen, die HSG nutzte dies eiskalt aus. Bis die Deggendorfer überhaupt wussten wie Ihnen geschah, stand es nach acht Spielminuten bereits 1:8 für die Kontrahenten. Sedivec zieht sofort die Reißleine mit einer Auszeit um seine Mannen erstmal wach zu rütteln. 7 Tore Rückstand nach nicht einmal zehn Minten Spielzeit und das in einem der entscheidenden Spiel gegen den Abstieg. Eine totale Katastrophe.

Die Zuschauer bekamen bereits Magenschmerzen bei dem Gedanken an den weiteren Spielverlauf, falls sich ihre Farben nicht schleunigst fangen würden. Die Auszeit fruchtete zum Glück. Die Hausherren fanden nun besser ins Spiel, vor Allem konnten nun durch bessere Angriffe die schnellen und einfachen Treffer der Gegner etwas unterbrochen werden. Zudem zeigte der zeitnahe Torhüter-Wechsel von Detlaf auf Eberhardt eine tolle Wirkung. Immer wieder entschärfte er die Bälle der Gegner, auch ein Grund warum die HCler es schafften, den Anschluss nicht zu verlieren. Leider blieb es nur beim Anschluss behalten. Zwar kämpften sich die Gastgeber immer wieder auf 4 bis 5 Treffer ran, jedoch zog dann der Tabellenführer wieder etwas an und konnte das Torpolster aufrecht halten. Zur Halbzeit steht es 12:17, deutlich zu viele Gegentreffer die man größtenteils leider in der verschlafenen Anfangsphase kassierte. Zudem fanden wichtige Akteure wie Jan Stengl nur schwer in die Partie. Einziger Garant im Angriff war wiederum einmal Michl Poek. Mit starken 12 Treffern war er einer der wenigen neben Lotos, die immer wieder das Polster der Gegner etwas zum schmelzen brachte. Doch auch in Abschnitt zwei gelang es nicht wirklich die Gegner so richtig in Verlegenheit zu bringen. Eberhardt und Poek konnten in Kombination immer wieder den Abstand auf vier Treffer verkürzen. Doch dann versagten bei klaren Torchancen und der Möglichkeit näher ran zu kommen die Nerven. Die stark aufspielenden Gäste zeigten, warum sie zurecht ganz oben stehen und entscheiden zuletzt eine harte, aber fair geführte Partie für sich. Damit rangiert der HC Deggendorf weiter auf Platz 9 der Tabelle, verliert aber zunehmend den Anschluss ans rettende Ufer. In zwei Wochen geht es dann gegen die HG Ingolstadt scho um Alles. Eine Niederlage könnte dann womöglich schon einen Abstieg in die Bezirksliga besiegeln. 

Für die Deggendorfer spielten: (Tor) Eberhardt, Detlaf, (Feld) Poek(12/2), Lotos(6), Zaglauer(5), Sedivec(2/2), Stengl(2), Grill, Setlik, Pylipp, Recica und Pasha.


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