Handball BOL: Klosterer stoßen bei Domstädtern an ihre Grenzen

Handball BOL: Klosterer stoßen bei Domstädtern an ihre Grenzen

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29:39-Niederlage beim routinierten SC Freising – Damen mit Auswärtssieg über Aufsteiger TSV Indersdorf

Geschrieben von Der Donauwaidler

Auch im zweiten Saison-Spiel auswärts beim SC Freising haben die Oberliga-Handballer der SSG Metten ihre Linie noch nicht gefunden und mussten sich deutlich mit 29:39 (Halbzeit 17:17) geschlagen geben. Anders die Bezirksliga-Damen: In der Partie beim TSV Indersdorf behielten die Klosterinnen beim 28:20 (14:10)-Sieg klar die Oberhand. Eine saftige 22:41 (8:16)-Heimniederlage kassierte hingegen die Damen-Reserve gegen den VfL Waldkraiburg.  

Erneut ohne Abwehrchef Patrick Sigl und ohne den angeschlagenen Rückraum-Kanonier Jan „Honza“ Matoušik, dafür aber mit Trainer Florian Flo Sedlmeier auf der Platte zeigte Metten anfangs zuviel Respekt vor den Domstädtern. Erst nach einer Auszeit kam Bewegung in die SSG-Offensivabteilung. Die Abwehr jedoch, die diesmal auch auf Keeper-Legende Hais Elgeti verzichten musste,  tat sich sichtlich schwer gegen die leichtfüßigen Freisinger.  

Bereits in der ersten Hälfte zeigte sich, dass diese neu aufgebaute Mettener Mannschaft noch einige Zeit braucht, um an die Form der letzten Saison anknüpfen zu können. Hingegen schien die Truppe von Trainer Holger Mundry, die in der vergangenen Spielzeit  beide Partien gegen die Klosterer verloren hatte, von ziemlichen Revanchegelüsten getrieben zu sein. Dennoch hielten die Gäste gut dagegen, zumal die Chancenverwertung jetzt deutlich besser funktionierte.

Die SSG bot dem Freisinger Sturmlauf immer wieder gut Paroli und konnte mit einem verdienten 17:17 den Pausentee genießen. Dabei predigte Coach Sedlmeier, der auf der Bank den fleißigen A-Junior Leonard Reiszky als Co-Trainer sitzen hatte, die Litanei von noch mehr Bewegung im Angriff. Doch die flehentlichen Worte schienen in der Kabine keinen Widerhall erhalten zu haben. Nach Wiederanpfiff stand der oft gepriesene Mettener Abwehrblock neben sich und sah der bestens geölten Freisinger Tor-Maschinerie beim Scheibenschießen zu. Fünf Treffer konnte der Liga-Dino in einem Aufwaschen verbuchen.

Noch in der 41. Spielminute sah es so aus, als könnten die Klosterer noch etwas reißen. Karel Květoň und Marvin Graf hatten auf 23:25 verkürzt und Freising schwächte sich durch Zeitstrafen. Dann aber schafften es die Gäste, beinahe zehn Minuten keine einzige Bude zu kreieren. Die Hausherren hingegen liefen erfolgreich Sturm und legten Tor um Tor auf. Mettens Philipp Gäck und Simon Kraus gelang noch ein wenig Ergebnis-Kosmetik, ehe Freisings Torjäger Konstantin Vopel Sekunden vor Schluss zum letztlich verdienten 39:29 vollendete.

Cheftrainer Flo Sedlmeier wird jetzt seine Mannen wieder auf Kurs bringen müssen, denn die folgende Spielzeit wird kein Zuckerschlecken sein.  So steht als nächste Prüfung am 4. Oktober zuhause das Match gegen die nach wie vor starken und vor allem ehrgeizigen Mannen des ASV Dachau an. Übunsleiter Sedlmeier will aber nicht Schwarzmalen: „Freilich ist das Team noch nicht ganz zusammengewachsen. Aber wir haben enorm viel Potential und das bringen wir jetzt ganz schnell auf die Platte.“

So spielte die SSG:

Tor: Stefan Kraus, Maxi Bürger.

Feld: Muhr, Květoň, Gäck, Kraus, Graf, Primbs, Leopold Hilz, Ludwig Hilz, Sedlmeier, Pirzer, Schwab, Klima.

Die Tore warfen: Karel Květoň (5  Tore), Philipp Gäck (4), Marvin Graf (6), Simon Kraus (3), Vincent Muhr (1), Severin Primbs (3), Florian Sedlmeier (1), Emanuel Pirzer (1), Sebastian Klima (5/ davon fünf verwandelte 7-Meter-Strafwürfe).

Das nächste Spiel: Samstag, 4. Oktober, 17 Uhr, Heimspiel gegen den ASV Dachau.


SSG Damen:

Absteiger gegen Aufsteiger: Eine solche Konstellation ist stets für Überraschungen gut. Könnte doch der Absteiger aus der Bezirksoberliga meinen, dass ein Aufsteiger aus der Bezirksklasse leichte Beute sei und deshalb die halbe Kraft schon ausreiche. Genauso hat es sich am vergangenen Samstag anfangs in Indersdorf zugetragen, als die ehemaligen Oberligistinnen von der SSG Metten  auf den dortigen TSV trafen.

Ruckzuck lagen nämlich die Gastgeberinnen mit fünf Treffern in Front, ehe nach knapp zehn Minuten bei den Klosterinnen der Wecker klingelte. Mettens frischgebackene  Goalgetterin Thyra Köck servierte vier Treffer in Serie und schon lagen die Gäste mit 6:4 in Front. Doch Aufsteiger Indersdorf gab sich noch längst nicht geschlagen.  Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff waren die Oberbayerinnen nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen schon wieder bei 10:10 auf Augenhöhe. Metten hielt dagegen und ging mit einem etwas beruhigenderen 14:10  Vorsprung in die Kabine.

Mit kurz davor umgebauter Defensive brachten die Klosterinnen vor allem in der 2. Hälfte den bis dahin sehr effektiv arbeitenden Indersdorfer Rückraum unter Kontrolle. Danach spielten die jungen Mettenerinnen wie befreit auf. Cheftrainerin Elena Joachim sah gelungene Aktionen über den Rückraum, eine gut funktionierende schnelle Mitte und eine von Paula Gäck bestens organisierte Abwehr.

Anna-Maria Erl erzielte 7 Treffer für Mettens Damenteam

Gegen Ende der Spielzeit gönnte sich die SSG manch ein Päuschen mit der Folge, dass Indersdorf das Kosmetiktäschchen für Resultatskorrekturen auspacken konnte. Dennoch durfte sich die Joachim-Truppe über einen nie gefährdeten 28:20-Erfolg freuen.

So spielte die SSG:

Tor: Antonia Holmer, Tanja Kraus;

Feld: Hundshammer, Gäck, A.Blüml, Werse, Geßl, Erl, Koch, Schreiner, Krammer, Köck.  

Die Tore warfen: Paula Gäck (5 Tore), Anna-Lena Geßl 2/ davon 1 verwandelter 7-Meter-Strafwurf),  Annalena Werse (1), Michaela Koch (3),  Lea Krammer (1), Anna-Maria Erl (7), Thyra Köck (9/1).

Das nächste Spiel: Samstag, 4. Oktober, 19 Uhr, Heimspiel gegen die SG Moosburg.


Bilder der wA-Jugend im Spiel gegen Mintraching/Neutraubling gibts hier:

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