Dragons-Junioren richten gegen Tabellenführer wenig aus

Keinen Respekt vor den im Schnitt fünf Jahre älteren Gegnern zeigte Mikolej Slomka als Pitcher im zweiten Spiel. – Foto: Peter Halter


Dass die Junioren der Deggendorf Dragons beim letzten Heimspiel der Saison gegen den derzeitigen Tabellenführer der BBSV-Juniorenliga wenig Chancen haben, war von vorneherein klar. Der Doubleheader der zweiten Spielrunde über zweimal fünf Innings ging auch mit 1:17 und 2:12 deutlich an die Freising Grizzlies.

Eigentlich war man recht zuversichtlich, wenigstens einigermaßen mit dem Nachwuchs des Bayernligisten mithalten zu können. Als aber dann gleich drei (!) Stammspieler, insbesondere zwei auf der Schlüsselposition Pitcher, kurzfristig krankheitsbedingt fehlten, konnte man nur versuchen sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Außerdem wagte man ein Experiment: die Mannschaft hat
ihren Coach aus den eigenen Reihen bestimmt und dabei mehrfach gewechselt. Die Übertragung der Verantwortung hat gut geklappt.

Teammanager Volker Schüßler hatte das Amt des Umpires übernommen. Zusammen mit Christian Zak war die Spielleitung der beiden Matches in erfahrenen Händen.

Das erste Spiel begann vielversprechend. Pitcher Philipp Schüßler und Catcher Noah Haering hatten die Grizzlies Offense mit einem 0:0 gut im Griff. Das gelang den beiden noch im dritten Umlauf, als sie nur zwei Runs der Gäste zuließen. In den übrigen Spielabschnitten mussten sie jeweils fünf gegnerische Läufe über die Homeplate hinnehmen, insbesondere dann, als sich die
Batter der Freisinger auf die Würfe des Dragons Catchers eingestellt hatten und keine Wechselmöglichkeit mangels Personal bestand. Sogar zwei Grand Slam Homeruns – jeweils vier Punkte – trugen dazu bei, das Endergebnis für die Domstädter auf 17:1 zu schrauben.

Das zweite Spiel eröffnete der erst zwölfjährige Mikolej Slomka auf dem Wurfhügel und hielt sich wacker. Nur drei Runs ließ er mit seinem Catcher Lucas Abordiencei zu. Im zweiten Inning kassierte Pitcher Filip Slomka vier Runs. Die Dragons kamen einmal ins Ziel, ebenso im dritten Inning, als sich Valentin Pritzl, der kein „gelernter“ Pitcher ist, auf dieser Position versuchte. Gegen die fünf Runs der Grizzlies war er machtlos. Wegen der Zeitbegrenzung von zwei Stunden trugen sich die Gäste diesmal nach drei Spielabschnitten mit 12:2 in die Siegerleiste ein.

Bericht: Herbert Schüßler

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