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Brian-Torben Akodo hat seine Handball-Heimat bei der SSG gefunden

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Glücklich in Metten – und der 25-jährige ist jetzt auch für die männliche Jugend zuständig

Metten – Wenn er bei Spielen der 1. Herren wieder mal quer in der Luft liegt, dann wissen die Fans in der St. Benedikt-Sporthalle in Metten: Jetzt ist er in seinem Element, der Brian.

Seit kurzem, da die Trainer- und Betreuer-Ebene bei den Handballern der SSG im Umbruch ist, kümmert sich Brian-Torben Akodo im Talent-Stadl der Klosterer auch noch um die Zukunft der männlichen Jugend.

Der 25-jährige Student der Zahnmedizin hat einen Vater aus Guinea-Bissau an der afrikanische Westküste, eine Mutter aus Thüringen, ist gebürtiger Straubinger und spielt seit zwölf Jahren Handball. Davor hatte er Fußball beim SV Pankofen und Basketball in Plattling durchgetestet, bis ihm der Sportlehrer am Comenius-Gymnasium in Deggendorf seinen heutigen Leib- und Magensport schmackhaft machte. Und es war der damalige Cheftrainer der SSG-Herren, Walter Steininger, der Brian mit den Worten lockte: „Der kürzeste Weg zum Handballspielen führt nach Metten !“

Bis es so weit war, sammelte Akodo in Lehrjahren beim HC Deggendorf wie bei der SpVgg Altenerding Erfahrung und trainierte auf Einladung der TG Landshut in der Bezirkshauptstadt mit. Nach dem für die SSG siegreichen Lokalderby gegen Konkurrent Deggendorf im März 2019, das Akodo als Zuschauer verfolgt hatte, kam dann der entscheidende Schubs von Mettens neuem Cheftrainer Mane Schwab. „Mich lange bitten, das mußte der Mane nicht,“ erinnert sich Brian, denn die Atmosphäre in Metten habe ihm zugesagt. Dem erfahrenen SSG-Coach wiederum fielen schnell die Talente des jungen Mannes auf, der zwischenzeitlich sein Studium an der Universität in Marburg aufgenommen hatte. Schwab funktionierte den athletischen Handballer in der Offensive zum Kreisläufer und in der Klosterer-Abwehr zum Mittelblock-Akteur um.

Nach einigen Einsätzen in der Herren-Reserve fand Brian Akodo schließlich seinen Stammplatz in der Mettener Ersten. Den Spagat zwischen Handball in Metten und Studium in Marburg bekommt er hin:„Zu Vorlesungen bin ich online und bei Präsenzpflicht vor Ort.“ So bleibt auch Zeit für seine neue Aufgabe, gemeinsam mit dem neuen Jugendleiter und Mannschaftskameraden Florian Sedlmeier Verantwortung für die männliche Jugend zu übernehmen.

Das Thema „Hautfarbe“ spielt bei alledem keine Rolle, so Brian’s bisherige Erfahrung. „In meinem Leben hat es nur fünf Situationen gegeben, wo ich wegen meiner Hautfarbe beleidigt wurde,“ berichtet er. Beim Handball indes sei das überhaupt kein Thema. „Für mich ist nur komisch, wenn jemand anfängt, mit mir Englisch zu sprechen. Ich antworte dann Niederbayerisch.“ Und so kommt es, dass Brian Akodo aus tiefer Überzeugung sagt, dass er in Metten absolut zufrieden sei. „Ich bin glücklich, ich bin happy hier !“

Bericht: Peter Dermühl

SSG Metten: Brian
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